Ein kommunaler Wasserversorger mit rund 100.000 angeschlossenen Einwohnern stand vor der Herausforderung, ein weitverzweigtes Netz effizient zu überwachen. Manuelle Inspektionen, fehlende Echtzeit-Daten und eine veraltete IT-Infrastruktur führten zu hohen Betriebskosten und erhöhtem Risiko für Leckagen und Überschwemmungen.
Die Einführung des IoT-basierten SMARTsensor-Systems brachte die Lösung. Präzise Live-Daten, automatisierte Analysen und eine nahtlose Integration in bestehende IT-Systeme. Dadurch wurden Prozesse optimiert, Ausfälle minimiert und die Betriebsüberwachung der Wasserversorgung deutlich verbessert.
Herausforderung
Die Überwachung eines weitläufigen Trink- und Abwassernetzes mit einer veralteten Infrastruktur stellte den Versorger vor erhebliche Herausforderungen. Die bestehende IT-Struktur, basierend auf VPN und den bald abgeschalteten 2G-Datenloggern, war ineffizient und nicht zukunftssicher. Obwohl die 2G-Technologie einst eine zuverlässige Lösung war, erfordert die bevorstehende Netzabschaltung nun einen Wechsel auf moderne, skalierbare Systeme.
Zudem fehlte es an Echtzeit- und Verbrauchsdaten, was die schnelle Erkennung von Anomalien wie Leckagen oder illegalen Einleitungen erschwerte. Auch führten zeitaufwändige, fehleranfällige manuelle Inspektionen zu hohen Betriebskosten und einem erhöhten Risiko unentdeckter Wasserverluste.
Der kommunale Wasserversorger verantwortet die Trinkwasserversorgung von rund 100.000 Menschen und die umweltgerechte Abwasserbehandlung in einem 2.300 km² großen Versorgungsgebiet. Mit einem Leitungsnetz von über 1.900 km Länge sowie der Betriebsführung kommunaler Kläranlagen standen über 100 Techniker und Mitarbeiter vor der Aufgabe, ein zunehmend komplexes Netz zu warten.
Die dezentrale technische Betreuung wurde durch mehrere Meisterbereiche vor Ort sichergestellt, während die zentrale Steuerung und Planung durch eine Verwaltungseinheit erfolgte. Angesichts dieser Herausforderungen war eine Modernisierung der Prozesse und Technologien unumgänglich, um die Betriebssicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit zu verbessern.
Lösung und technische Umsetzung
Installation und Integration
Datenübertragung und Analyse
Die erfassten Daten der Drucksensoren, Pumpenstationen, Wasserzählern im Wasserverteilnetz werden sicher und verschlüsselt über die Cloud of Things-Plattform der Deutschen Telekom übertragen und in der Software Flowchief analysiert. Kritische Anomalien wie Leckagen, illegale Einleitungen oder ungewöhnliche Durchflussraten werden automatisch erkannt, sodass schnelle Gegenmaßnahmen möglich sind. Durch die einfache Lösung über Mobilfunk konnten 30% der Betriebskosten eingespart werden. Die Liveübertragung der Messwerte und Alarme verkürzt lange Stillstands Zeiten.
SMARTsensor
Ihre Vorteile
Ohne aufwendige IT-Infrastruktur –Liveüberwachung
- IT-Infrastruktur unabhängige Lösung über NBIOT/LTEM ermöglicht hohe Gebäudedurchdringung und Liveübertragung in der sicheren Telekom IoT Plattform.
- Über die offen REST API lassen sich alle Scadasysteme anschließen
Fernauslesung von Netzzählern und Durchflusssensoren
- Überwachung des Verbrauchs von „Großverbraucher“
- Erkennung ungewöhnlicher Verbrauchsmuster
- Überwachung der Übertragung zwischen zwei zusammengeschalteten Netzen
Netzgebietseinteilung
- Fernablesung der Zählerstände und Durchflussmesser entsprechend der Gebietseinteilung
- Berechnung des durchschnittlichen, maximalen und nächtlichen Durchflusses
Druckmonitoring
- Messung und Überwachung von zwei Druckpunkten
- Alarm bei Überschreitung von Schwellwerten
- Detektieren von Leckagen
Text vom Original übernommen – PSsystec