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IoT-basierte Energieüberwachung für effizientes Störungsmanagement

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Lösungsbeispiel PSsystec Gmbh Störungsmanagement mit PASM GmbH (Podcast)
4 Minuten Lesezeit
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Wenn in einem Rechenzentrum die Klimaanlage ausfällt oder ein Funkmast plötzlich keinen Strom mehr bekommt, zählt jede Minute. Die Power and Air Solutions Management GmbH (PASM), eine Tochter der Deutschen Telekom AG, sorgt dafür, dass so etwas möglichst gar nicht erst passiert. Sie betreibt und überwacht die Energie- und Infrastrukturversorgung tausender technischer Standorte im gesamten Konzern. Mit Unterstützung von PSsystec GmbH, Experte für IoT-Retrofit-Systemen aus Augsburg, hat PASM in den vergangenen Jahren eine IoT-basierte Lösung implementiert, die das Störungsmanagement und Energiemonitoring grundlegend modernisiert. Herausgekommen ist ein System, das nicht nur Störungen erkennt, bevor sie kritisch werden, sondern auch die Basis für mehr Effizienz, Transparenz und Zukunftssicherheit legt.

Die Herausforderung: Dezentrale Energieversorgung im Konzernmaßstab beherrschbar machen

Die Telekom-Infrastruktur ist ein weitverzweigtes Netz aus Technikräumen, Antennenstandorten, Serverräumen und Energiezentralen – verteilt über ganz Deutschland. Bislang wurde vieles über klassische Gebäudeleittechnik gelöst, mit SPS-Steuerungen, LAN-basierten Gateways und aufwendigem Wartungsaufwand. Dieses System war jedoch teuer, schwer zu warten und kaum skalierbar. Gerade weil die Standorte so unterschiedlich aufgebaut sind – von urbanen Technikzentren bis hin zu entlegenen Funkmasten –, stießen Standardlösungen schnell an ihre Grenzen.

PASM stand vor der Aufgabe, ein Konzept zu entwickeln, das sich flexibel an jede Umgebung anpasst, ohne auf bestehende Netzwerke wie WLAN oder LAN angewiesen zu sein. Neben der technischen Herausforderung spielte auch die organisatorische Komponente eine entscheidende Rolle: Es ging nicht nur darum, Geräte zu vernetzen, sondern Prozesse, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten zu vereinheitlichen. Die Lösung sollte Energieverbrauch und Anlagendaten in Echtzeit erfassen, Ausfälle frühzeitig erkennen und sich nahtlos in das bestehende interne Energie-Daten-Management der Telekom integrieren. Kurz gesagt: Das neue Störungs- und Energiemanagement musste standortunabhängig funktionieren, dezentral denken, aber zentral handeln können.

Die Lösung: Eine IoT-basierte Plattform mit Mobilfunkanbindung

Die Antwort darauf fand PASM beim IoT-Spezialisten von PSsystec – in Form einer intelligenten, mobilfunkbasierten IoT-Lösung. Herzstück ist die SMARTbox – eine kompakte, modulare IoT-Hardware mit integrierter SIM-Karte, die über Mobilfunk mit der Cloud of Things, der IoT-Cloud der Telekom, verbunden ist. Dadurch funktioniert das System vollkommen unabhängig von lokalen Netzwerkinfrastrukturen und kann an nahezu jedem Standort eingesetzt werden.

Die SMARTbox erfasst über angeschlossene Sensoren relevante Messdaten wie Energieverbrauch, Temperatur, Spannung und Betriebszustand der Anlagen. Diese Informationen werden kontinuierlich in die Cloud übertragen, wo sie auf einer zentralen Plattform ausgewertet und visualisiert werden. Störungen werden automatisch erkannt und an die zuständigen Stellen weitergeleitet. So lassen sich Ausfälle schneller beheben und Wartungsmaßnahmen effizient planen. Mit Erfassung dezidierter Verbräuche erfolgt auch eine aufwandsgerechte Kostenverteilung.

Das System ist vollständig modular aufgebaut, was eine schrittweise Skalierung vom Pilotprojekt bis zur flächendeckenden Einführung über mehrere Tausend Standorte ermöglicht. Dank offener Schnittstellen und einer standardisierten Datenstruktur kann die Lösung zudem problemlos in bestehende Telekom-Systeme eingebunden werden. Hervorzuheben ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen PASM und PSsystec, die auf einem agilen Entwicklungsansatz basiert. Statt einer reinen Lieferantenbeziehung entstand ein gemeinsames Projektteam, das technische, betriebliche und administrative Aspekte konsequent aufeinander abstimmte. PASM brachte die Anforderungen aus dem Betrieb ein, PSsystec das technische Know-how und die Plattformkompetenz.

Das Ergebnis: Effizienz, Transparenz und Zukunftssicherheit

Mit der IoT-Lösung von PSsystec überwacht PASM heute die Energieversorgung und den technischen Zustand von mehr als 3.000 Telekom-Standorten zentral und in Echtzeit. Was früher ein Flickenteppich aus Einzellösungen war, ist nun ein zentral überwachbares System. Das neue System hat das Störungsmanagement grundlegend verändert: Störungen werden automatisch erkannt und gemeldet, Wartungseinsätze können gezielt geplant werden, und viele Parameter lassen sich per Fernzugriff konfigurieren. Dadurch sinkt der Aufwand für Vor-Ort-Einsätze erheblich, während gleichzeitig die Betriebssicherheit steigt.

Gegenüber klassischen Leittechniksystemen konnte PASM die Kosten deutlich reduzieren. Zudem sorgt die IoT-Plattform für Transparenz: Sie liefert wertvolle Einblicke in Energieverbräuche und Anlagenzustände, was neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung eröffnet. Die standardisierte und zentrale Datenbasis sorgt für Transparenz über alle Standorte hinweg – ein entscheidender Faktor in einem Konzernumfeld, in dem viele Akteure gleichzeitig auf dieselben Informationen zugreifen müssen.

Gleichzeitig ermöglicht die modulare Architektur des Systems, weitere Anwendungsfelder zu erschließen: So kommt die Lösung bereits in Bereichen wie dem Facility Management, der Wasser- und Kältetechnik oder dem Smart-Grid-Umfeld zum Einsatz. Neue Sensoren oder Analysefunktionen lassen sich jederzeit in die IoT-Lösung integrieren, sodass diese langfristig mit den Anforderungen wächst. PASM und PSsystec zeigen damit eindrucksvoll, wie sich IoT-Technologie praxisnah umsetzen lässt – als effiziente, sichere und zukunftsfähige Lösung für kritische Infrastrukturen.

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