ALPS Inspection modernisiert seine zerstörungsfreien Prüfsysteme mit einer IoT-Lösung von EXOR, einem Spezialisten für digitale Industrieanwendungen. Dafür hat er die bestehende Technologie modernisiert und eine veraltete Steuerungsplattform abgelöst. Die Kombination aus HMI, Cloud und Edge-Technologien sorgt für mehr Transparenz durch Echtzeitdaten und senkt die Häufigkeit aufwendiger Serviceeinsätze vor Ort durch Remote-Wartung.
Die Herausforderung: Manuelle Prüfprozesse bringen hohe Kosten für Serviceeinsätze
Die Maschinen von ALPS prüfen Kunststoffbehälter auf Lecks, beispielsweise für die Chemie- oder Lebensmittelindustrie. Fehlerhafte Produkte haben schwerwiegende Folgen, etwa durch undichte Waschmittelflaschen oder defekte Chemikalienbehälter. Daher müssen diese Prüfungen zuverlässig und in Echtzeit innerhalb der Produktionslinien erfolgen.
Vor der Einführung der IoT-basierten Remote-Wartung fehlten automatisierte Mechanismen, die Fehler sofort aufzeigten und dokumentierten. Viele Abläufe waren manuell und damit zeitaufwändig. Auch der Zugang zu Daten war erschwert. Produktionszählungen, Materialflüsse und Prüfwerte wurden nicht strukturiert aufbereitet und für Analysen nutzbar gemacht.
Hinzu kommt, dass ALPS tausende von Maschinen weltweit im Einsatz hat, die pro Jahr Milliarden von Tests ausführen. Das Unternehmen benötigt deshalb Remote-Funktionen, um die Anlagen unabhängig vom Standort zu überwachen und zu warten. Bisher mussten Servicetechniker zu den Maschinen reisen, um Fehler zu diagnostizieren. Für die Kunden bedeutete das längere Ausfallzeiten und hohe Kosten für die Serviceeinsätze.
Die Herausforderungen im Überblick
- Manuelle Prüfprozesse ohne Echtzeitanalyse
- Hohe Servicekosten durch Vor-Ort-Einsätze
- Fehlende Transparenz über Maschinenstatus
- Eingeschränkte Schnittstellen für Integration
Die Lösung: Modernisierte Prüfsysteme mit neuer HMI, IoT-Technologien und Cloud-Anbindung
Die Lösung von EXOR und ALPS ist eine Kombination aus moderner Hardware, flexibler Software und vernetzter Cloud-Technologie für Remote-Wartung. ALPS nutzt eine HMI-Plattform von EXOR, um die bestehende Steuerungstechnik zu modernisieren und eine Remote-Wartung zu ermöglichen. Die Verbindung der Entwicklungsumgebung JMobile mit der HMI-Hardware EXOR JSmart und der IoT-Plattform Corvina bietet eine Komplettlösung für alle Anforderungen von ALPS.
JSmart: Industrietaugliches HMI-Tablet
JSmart ist ein industrielles Tablet mit integrierter WLAN-Funktion, das ohne zusätzlichen Schaltschrank direkt an Maschinen montiert werden kann. Es bietet eine robuste und flexible Bedienoberfläche, die den Alltag in der Produktion erleichtert.
Die Funktionen im Überblick:
- 32-bit RISC Dual-Core oder Quad-Core CPUs
- 10/100 Ethernet-Port mit PoE (Power over Ethernet)
- Kapazitiver Multi-Touchscreen bis zu 1920×1080 Pixel
- WLAN-Schnittstelle
- Bewegungs- und Umgebungssensoren
- Schutzklasse IP67
JMobile: Datenerfassung und Visualisierung an der Maschine
Auf der HMI-Hardware läuft die Software JMobile, die Funktionen zur Visualisierung, Remote-Wartung und Datenerfassung bietet. Mit ihr werden Daten direkt an der Maschine gesammelt, grafisch dargestellt und in Berichten zusammengefasst. Besonders wichtig ist der Diagnostik-Report. Das zwölfseitige PDF kann direkt an der HMI erzeugt werden. Es bietet einen präzisen Überblick über den Zustand ihrer Maschine.
Die wichtigsten JMobile-Funktionen im Überblick:
- Client-Server-Architektur mit Web-Technologien und Javascript-Engine
- OPC UA-Server/Client und MQTT-Publisher integriert
- Unterstützung für SPS-Funktionen
- Benutzerfreundliche Umgebung mit Widgets und Makros für HMI-Apps
- Verschlüsselung aller Daten und Verbindungen
- Zeit- und Aktionsplaner für Remote-Wartung
Corvina Cloud: IoT-Plattform für Remote-Zugriff
Die Corvina Cloud ergänzt die Lösung um eine IoT-Plattform für Remote-Zugriff und Datenmanagement. Techniker können von überall auf den Maschinen Echtzeitdaten abrufen und Fehler analysieren. Kunden müssen ihre HMIs lediglich mit dem Internet verbinden.
Die Cloud-Lösung ist eine offene, cloudbasierte IoT-Plattform für die Industrie, die alle notwendigen Technologien bereitstellt. Sie dient als Container für verteilte Edge-Systeme und integriert Datenerfassung, -überwachung und -steuerung, Konfigurationsmanagement, integrierte Web-Tools und Programmierumgebungen. Sie verbindet IT- und OT-Architekturen und bietet Werkzeuge wie Asset Performance Management und Remote-Wartung.
Offene Schnittstellen für flexible Integration
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Offenheit der Plattform. Daten können in unterschiedlichen Formaten exportiert und über Standards wie OPC UA, SQL-Datenbanken oder CSV-Dateien eingebunden werden. Auch Protokolle wie MQTT oder Open-Source-Lösungen sind kompatibel. Mit der Lösung werden Echtzeitdaten nicht nur erfasst, sondern auch für Prozessoptimierungen genutzt. Produktionsparameter lassen sich präziser einstellen und die Maschinenleistung wird optimiert. Visualisierungen in Echtzeit geben Technikern wertvolle Hinweise und verbessern die Kontrolle über die Abläufe.
Mit dieser Infrastruktur ist die Analyse von Maschinen in der Remote-Wartung erheblich schneller, da alle wichtigen Informationen sofort verfügbar sind. Dadurch sind viele Serviceeinsätze vor Ort überflüssig, was deutliche Kostenvorteile bringt.
Die Partnerschaft mit EXOR
Die Partnerschaft mit EXOR spielte bei der Umsetzung eine zentrale Rolle. EXOR brachte seine Erfahrung in der Hardwareentwicklung und als Anbieter kompletter IoT-Lösungen ein. Aus der Kombination von JSmart, JMobile und Corvina entstand ein modulares System, das sich flexibel erweitern ließ. Zukünftige Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz oder Machine Learning sind damit leichter möglich.
Das Ergebnis: Mehrwert durch Daten, Remote-Wartung und Zukunftstechnologien
Die Partnerschaft zwischen ALPS Inspection und EXOR verdeutlicht, wie eine Kombination aus Hardware, Software und Cloud die Qualitätssicherung in der Produktion verändert. Ein wichtiger Mehrwert der Lösung liegt in der neu geschaffenen Datenbasis. Produktionszahlen, Durchsatzwerte und Prüfdaten werden automatisiert erfasst und in Echtzeit bereitgestellt. Damit können Produktionsqualität überwacht, Prozesse optimiert und Schwachstellen identifiziert. Automatisierte Berichte in PDF-Form erleichtern den Informationsaustausch und geben ein klares Bild über den Zustand der Maschinen.
In Zukunft richten ALPS und EXOR ihren Blick auf Künstliche Intelligenz und Machine Learning. Allerdings haben traditionelle HMIs nicht genug Leistung. Unter dem Namen MicroEdge entwickelt EXOR neue Geräte, die ausreichend Rechenleistung direkt an der Maschine zur Verfügung stellen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, große Datenmengen direkt an der Maschine zu filtern und zu analysieren, um Erkenntnisse ohne Umwege zu gewinnen.
Die Ergebnisse im Überblick
- Echtzeitdaten ermöglichen präzise Prozessoptimierung
- Remote-Zugriff senkt Kosten und Ausfälle
- Automatisierte Berichte schaffen Transparenz
- Offene Plattform erlaubt flexible Erweiterungen
