Wasser ist eine unserer wertvollsten Ressourcen – nicht erst seit der globalen Klimaerwärmung. Die Deutsche Telekom unterstützt mit IoT-Lösungen Versorger weltweit dabei, Wasserverluste zu reduzieren und die Versorgung effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
IoT gegen Wasserverluste - warum Handlungsbedarf besteht
In Deutschland liegt die öffentliche Trinkwasserversorgung vorwiegend in kommunaler Hand bei Städten und Gemeinden. Mit einer Abdeckung von über 99% ist nahezu jedes Gebäude in Deutschland an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen. Die Verantwortung für eine lückenlose Versorgung teilen sich über 6.000 Versorger. Das deutsche Trinkwasser-Rohrnetz hat eine Länge von über 540.000 Kilometern und könnte damit die Erde mehr als 13,5 Mal umrunden. Durch diese Leitungen gehen jedes Jahr rund 4,7 Milliarden Kubikmeter Wasser.
Insgesamt bildet dieses weitverzweigte Rohrleitungsnetz die Grundlage der Trinkwasserversorgung, wodurch eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung gewährleistet wird. Da die Trinkwasserleitungen größtenteils unterirdisch verlegt sind, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen, sind Störungen, wie beispielsweise Leckagen in den Rohrleitungen oft nicht gleich erkennbar. Ein Großteil des Leitungsnetzes wurde in den Jahren 1960 bis 1980 verlegt. Viele dieser Leitungen erreichen nun ihre technische Standardnutzungsdauer und stehen kurz vor ihrem erwarteten „Lebensende“. Das macht es für die Wasserversorger umso bedeutender, Leckagen frühzeitig zu erkennen.
Nicht zuletzt durch alternde Rohrleitungen sind Wasserverluste eine kostspielige Herausforderung für Wasserversorger. Neben finanziellen Konsequenzen, wie erhöhten Betriebskosten, und ökologischen Konsequenzen, wie Wasserverschwendung, kann es auch zu infrastrukturellen Beeinträchtigungen durch zusätzliche Schäden an Straßen und Gebäuden kommen. Für Versorger ist es oberstes Ziel, diese Verluste zu minimieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Gleichzeitig sieht sich die Branche einer weiteren kritischen Entwicklung konfrontiert, dem Fachkräftemangel. Aufgrund von gesetzlichen Vorgaben des Mess- und Eichgesetzes (MessEG) müssen Wasserzähler i.d.R. nach 6 Jahre gewechselt werden. Das erfordert einen hohen Personalaufwand und hohe Prozesskosten.
Ultraschallzähler + NB-IoT = Smarte Lösung
„Mit unseren Highend-Ultraschallwasserzählern und der NB-IoT-Vernetzung der Telekom bieten wir unseren Kunden eine ganzheitliche Lösung, die nicht nur die Auswirkungen des Fachkräftemangels in der Branche auffängt, sondern auch einen nachhaltigeren Umgang mit der Ressource Wasser ermöglicht.“
Jan Bangert, stellvertretender Geschäftsführer bei der Firma Heitland
Vorteil für die Versorger: nach Einbau des Ultraschallwasserzählers von Heitland ist er gleich an das bestehende flächendeckende NB-IoT-Netz der Telekom angeschlossen. Der Versorger kann sofort loslegen und sich in Sachen Verfügbarkeit und Sicherheit auf die Telekom verlassen, unabhängig von der Verfügbarkeit des WLANs des Hauseigentümers oder einem anderen, nicht überall verfügbarem, teilweise öffentlichen Netzwerks (z. B. LoRa oder Mioty). Auch der gute Service und die hohe Erreichbarkeit hat Heitland überzeugt, denn genau diesen Service möchten Sie an ihre Kunden weitergeben.
Deutsche Lösung global gedacht
Das in Solingen ansässige Unternehmen Ernst Heitland hat sich auf die Herstellung von Verbrauchsmessgeräten für Wasser, Gas und Wärme spezialisiert. Zu seinen Kunden zählen zahlreiche Wasserversorgungsunternehmen, Städte und Gemeinden aus Deutschland sowie auch aus Österreich, der Schweiz und einigen anderen europäischen Ländern.
Auch wenn der deutsche Markt und seine Regularien in Bezug auf Eichzyklen und Einbausituation einzigartig sind, bedient die Lösung ein globales Problem. Mögen die Rahmenbedingungen auch anders sein, ist die Kombination eines verlässlichen Ultraschallwasserzählers mit einer energieoptimierten e-SIM und NB-IoT-Technologie eine globale Lösung. Speziell in südlichen Ländern ist das Thema Wasserverlust ein kritisches Thema.
Praxistest im Wassertank - Telekom besteht mit Bravour
Heitland setzt auch bei der SIM auf Qualität und verwendet eine SIM, die eigentlich im Automotive Bereich Anwendung findet und übertrifft damit den Industriestandard. Jan Bangert, stellvertretender Geschäftsführer bei Heitland, spricht von einem Aha-Erlebnis beim ersten Verwenden der Test-SIM Karte. So sei es besonders schwierig Daten von Zählern zu empfangen, die in Schächten oder gar in überfluteten Schächten verbaut sind, schon ab 15cm Wassersäule bekommt man oft kein Signal mehr. Die Kollegen wollten den Stresstest machen und haben einen Zähler mit der eingebauten Telekom SIM in einen 2 Meter tiefen Wassertank unter der Produktionshalle geworfen und staunten nicht schlecht, als der Zähler täglich Daten funkte. Sofort war für Heitland klar: das ist die Technologie, die wir anwenden wollen.
„Wenn wir mit der Telekom aus einem 2 Meter tiefen Wassertank ein Signal bekommen, dann funktioniert das auch im tiefsten Bayrischen Wald und sicher auch bei (fast) allen Schächten, sowie überall anders auf der Welt!“
Dipl.-Ing. Mike G. Hiatt, Leiter Marketing und Vertrieb bei Heitland
Mehr Transparenz, weniger Aufwand
Mit herkömmlichen mechanischen Zählern müssen Versorger selbst vor Ort ablesen oder per Postkarte ihre Verbraucher bitten, Zählerstände abzulesen und einzureichen. Das ist oft ungenau, fehlerbehaftet, zeitverzögert und aufgrund des großen Aufwandes nur einmal jährlich möglich. Um Wasserverluste frühzeitig zu bemerken, fehlte bisher die nötige Transparenz. Mit dem eigens entwickelten NB-IoT-Ultraschallwasserzähler, der über das Internet of Things (IoT) verbunden ist, löst Heitland das Problem. Die Messgenauigkeit des smarten Zählers ist auch über viele Jahre im Einsatz genauer als bei herkömmlichen Zählern und auch ein tagesgenauer Verbrauch ist einsehbar. Bei der Konnektivität setzt Heitland auf die Erfahrung der Telekom. Hier hat vor allem das Roaming-Angebot überzeugt. Ein Rahmenvertrag, ein Ansprechpartner, eine Plattform zum Managen der SIM-Karten, egal wo und an welchen Versorger der Zähler ausgeliefert wird. Das alles erhöht die Erreichbarkeit des Zählers auch in entlegenen Gegenden und macht eine Expansion ins Ausland einfach. Das Pre-Payment-Angebot der Telekom erleichtert die Abrechnung mit den Versorgern zusätzlich, was bei der Anzahl der Messpunkte ebenso wichtig ist.
Nachhaltigkeit durch verlängerte Nutzungsdauer
In Deutschland ist das Eichen von Wasserzählern Pflicht und per im Gesetz geregelt. So kann nach 6 Jahren eine stichprobenartige Prüfung der installierten Zähler vorgenommen werden. Bei den zurzeit noch häufig eingesetzten mechanischen Zählern ist die Annahmewahrscheinlichkeit, dass die Prüfung nicht bestanden wird, so hoch, dass Versorger alle Zähler vorsorglich tauschen. Das bedeutet nicht nur Kosten für das neue Messgerät und für den Austausch, sondern vor allem auch massive Prozess- und Logistikkosten: Kunden müssen informiert werden, Termine sind zu vereinbaren und die Installateure betreten privaten Räume.
Der innovative Heiland Ultraschallwasserzähler mit NB-IoT Konnektivität der Telekom ist dagegen so zuverlässig, dass er mindestens 12 Jahre eingesetzt werden kann. Er ist ein Premiumgerät, das aus robustem Kompositwerkstoff gefertigt ist, aber zukünftig auch in Messingvariante erhältlich sein wird. Mit der besonders energiesparenden und langlebigen e-SIM der Telekom bleiben die Geräte zuverlässig vernetzt. Der Hersteller geht sogar davon aus, dass der Zähler bis zu 16 Jahre eingesetzt werden kann. Das Ende der Einsatzdauer bestimmt dabei die Batterie. Der Zähler wird in Europa exklusiv für die Firma Heitland in Litauen durch die Firma Axioma in innovativen, vollautomatisierten Produktionshallen gefertigt. Bei einer enorm hohen Fertigungstiefe geht alle 15 Sekunden ein Zähler vom Band.
Nachhaltigkeit, die sich rechnet
Es ist ein einfaches Rechenexempel, sagt Mike G. Hiatt, Leiter Marketing und Vertrieb bei Heitland: „Ein mechanischer Zähler kostet zwar nur ca. 1/3 bis ¼ eines Ultraschallzählers, aber nach 6 Jahren brauche ich einen neuen. Da sind wir schnell bei 50% Kosten nur fürs Material. Ein Zählerwechsel nach 6 Jahren kostet dann auch noch. Damit bin ich allein hier schon bei ähnlichen Kosten gegenüber dem Anschaffungspreis für einen Ultraschallzähler mit NB-IoT. Mehreinnahmen durch bessere und gerechtere Messwerte (zwischen 3 und 7%) und genauer Abrechnung sowie geminderte Prozesskosten, da das Ablesen voll automatisch abläuft, noch nicht betrachtet. Vollumfänglich betrachtet kostet ein mechanischer Zähler über eine Laufzeit von 12 Jahren weit mehr als ein Ultraschallzähler. Ganz abgesehen davon, wie komfortabel das Ablesen, Stichtag genau, mit dem Ultraschallzähler jetzt ist“.
Smarte Lösung fängt Fachkräftemangel auf
Geeignetes Personal zu finden, ist wohl in jeder Branche schwer. So ist es auch bei den Wasserversorgern. Der physische Wechsel der Wasserzähler ist aufwendig und benötigt viel Personal. Aber auch im Backoffice, beim Einholen der Ablesungen, der Pflege und eventueller Bearbeitung von Reklamationen gibt es einen hohen Personalbedarf. Auch hier kann die innovative Technologie helfen. Da der Ultraschallzähler nicht nur langlebiger ist und selbstständig seine Daten überträgt, sondern auch einen internen Speicher hat, können im Falle eine Reklamation auch historische Daten ausgelesen und für die Analyse herangezogen werden. Der Endverbraucher kann diese Daten auch direkt über die dazugehörige Smartphone App einsehen sowie Alarmierungen bei Fehlverhalten (Frost, Leckagen in der Hausinstallation und vieles mehr) einstellen.
Text vom Original übernommen – Telekom Deutschland