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Digitale Intralogistik: Vom visuellen Management zu IoT

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IoT Use Case Podcast Folge 202 Orgatex

In dieser Episode des IoT Use Case Podcasts spricht Host Dr. Peter Schopf mit Nirugaa Natkunarajah, Innovation Managerin bei ORGATEX, und Philipp Smolke, Head of Sales bei ORGATEX. Im Fokus steht die Frage, wie sich Intralogistik von analogen Prozessen hin zu skalierbaren, digitalen Lösungen entwickelt. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigen die Gäste, wie ORGATEX den Schritt vom klassischen visuellen Management zur digitalen Intralogistik geht – mit Sensorik, digitalen Fertigungsaufträgen und einer klaren Do-it-yourself-Vision für Anwender.

 

Podcast Zusammenfassung

Wie lassen sich Intralogistikprozesse effizienter, sicherer und transparenter gestalten – ohne komplexe IT-Großprojekte? In dieser Folge geben ORGATEX und der IoT Use Case Podcast einen praxisnahen Einblick in die digitale Transformation der Intralogistik.

Die Herausforderung: In vielen Produktionsbetrieben sind Prozesse hochoptimiert, doch Engpässe entstehen ausgerechnet in der Intralogistik – fehlende Leergutbehälter, lange Suchzeiten, unklare Auftragsstände und Sicherheitsrisiken in dynamischen Lagerumgebungen. Gleichzeitig fehlen IT-Ressourcen, um individuelle Digitalisierungsprojekte umzusetzen.

Die Lösung: ORGATEX entwickelt modulare, anwendernahe Lösungen, die ohne klassische Projektlogik auskommen. Im Mittelpunkt stehen digitale Bausteine wie das OX-Label als digitaler Fertigungsauftrag, Kanban- und Stellplatzsensorik zur automatischen Bedarfserkennung sowie intelligente Spot-Projektionen zur Erhöhung der Sicherheit im Shopfloor. Ergänzt wird das Portfolio durch eine Cloud-Plattform mit Gerätemanagement, Rollen- und Rechtekonzepten sowie vordefinierten Use Cases.

Technologisch setzt ORGATEX auf wartungsarme Kommunikation über Narrowband und Thread, Over-the-Air-Updates und einen klaren Fokus auf Skalierbarkeit. Die Vision: das „Smart Home der Intralogistik“, bei dem Anwender Systeme selbst installieren, konfigurieren und erweitern können.

Podcast Interview

Heute im IoT Use Case Podcast geht es darum, wie sich Intralogistik von analog zu digital weiterentwickelt. Zu Gast ist die Firma ORGATEX, Marktführer für visuelles Management in der Fabrik. ORGATEX wird vertreten durch Nirugaa Natkunarajah, für uns zum Glück Niru. Niru ist Innovationsmanagerin. Außerdem dabei: Philipp Smolke, Vertriebsleiter bei ORGATEX. In der Intralogistik geht es unter anderem darum, die richtigen Wege zu finden. Wir hoffen, euch mit dieser Folge auf eurem Digitalisierungsweg zu unterstützen. Viel Spaß dabei.
Ich bin euer Podcast-Co-Host Dr. Peter Schopf, für euch heute und auch künftig gern Peter. Ich vertrete Madeleine Mickeleit und freue mich sehr auf die aktuelle Folge. Bevor wir uns jetzt etwas ausführlicher vorstellen: Philipp, warum sollten uns die Hörerinnen und Hörer heute bis zum Ende zuhören?

Philipp

Ich glaube, wir können den Hörerinnen und Hörern viel mitgeben, wie wir aus einer analogen Produktwelt in die digitale Welt skaliert haben, das Thema IoT wirklich kundennah und kundenzentriert entwickeln und spannende Anwendungsfälle mit unseren Lösungen für Kunden realisieren.

Niru, aus deiner Sicht: Was sind die Highlights, die du hier einbauen kannst?

Nirugaa

Vor allem, dass wir Kunden befähigen, digitale Intralogistik bei sich einzuführen, ohne ein großes Projektgeschäft starten zu müssen und ohne IT. Relativ einfach und kundennah entwickelt.

Und dieses kundennah entwickeln liegt ja auch bei dir, Niru. Erzähl doch mal ein bisschen von dir: Was machst du, wer bist du, wo bist du angesiedelt?

Nirugaa

Ich bin bei ORGATEX im Innovation Lab, einem interdisziplinären Team. Dort bin ich Innovation Managerin. Ich habe ursprünglich Maschinenbau studiert, bin dann über verschiedene Wege zu ORGATEX gekommen und betreue das Innovationsmanagement bei uns im Haus.

Maschinenbau als Frau in Deutschland ist ja nicht so verbreitet, wenn man sich die Studienzahlen anschaut. Wie ging es dir damit?

Nirugaa

Ich habe angefangen und mir gesagt: Wenn das erste Semester gut wird, dann bleibe ich. Und es war mega und super spannend. Mich hat es gar nicht gestört, quasi die einzige Frau im Studiengang zu sein. Ich habe das einfach durchgezogen.

Wirklich die einzige?

Nirugaa

Ja, bei uns schon.

Ich habe zwei Töchter und versuche beide zu motivieren: Ingenieurin wäre doch auch mal was. Hoffentlich gleicht sich das in Zukunft noch etwas an. Philipp, zu dir: Welche Rolle spielst du und wer bist du?

Philipp

Ich bin Philipp, Head of Sales bei ORGATEX. Ich verantworte alles, was Kundennähe betrifft, vertrieblich gesehen. Ich sitze in Langenfeld, wir haben ein Office hier zwischen Köln und Düsseldorf. Dort sitzen die Stabsstellen, wir haben Lager und noch eine zweite Produktionsstätte in Deutschland. Mein Job ist es, den Markt zu orchestrieren und das Team zu befähigen, bestmöglich für unsere Kunden da zu sein.

Mit ORGATEX habt ihr ja schon einiges erreicht. Ihr seid Marktführer für visuelles Management in der Shopfloor-Umgebung. Das ist eine starke Position, da seid ihr sehr bekannt. Und jetzt die Digitalisierung: Das ist ein Sprung, den man erst mal machen muss. Niru, aus deiner Sicht: Wie seid ihr das angegangen? Wie seid ihr von euren analogen Produkten gestartet, und wie kam die Idee, zu digitalisieren und digitale Lösungen anzubieten?

Nirugaa

Wir kommen stark aus dem Visual Management, das heißt aus Regalfachkennzeichnungen, Bodenmarkierungen und einer sehr großen Bandbreite mit rund 3.500 Produkten im Portfolio. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass durch Fachkräftemangel und andere Faktoren die Digitalisierung in der Industrie weiter voranschreitet, insbesondere auch in der Intralogistik. In einem ersten Schritt haben wir deshalb das OX-Label entwickelt, um Prozesse und Fertigungsaufträge zu digitalisieren. Danach haben wir Stellplatzsensorik als neues Produkt eingeführt und dort, wo klassische Bodenmarkierungen nicht halten oder nicht sinnvoll einsetzbar sind, diese durch digitale Spots ersetzt oder ergänzt.

Das wirkt wie ein sehr logischer nächster Schritt. Man hat Bodenmarkierungen, die in kritischen Umgebungen nicht dauerhaft halten oder schwer zu platzieren sind, ersetzt sie digital und wächst von dort aus in Richtung Sensorik und weitere Technologien. Philipp, aus deiner Sicht: Sind Kunden proaktiv auf euch zugekommen und haben gesagt, sie wollen solche Lösungen von euch, oder habt ihr eher eine Master-Vertriebsstrategie aufgebaut, die den Umsatz verdoppelt?

Philipp

Tatsächlich eher Ersteres. Wir sind zwar eine sales-driven Company, übersetzen das aber klar marktgetrieben. Ganz konkret heißt das: Kunden haben Probleme und Fragestellungen, die sie mit dem bestehenden Portfolio nicht oder nicht zufriedenstellend abdecken können. In solchen Fällen freuen wir uns sehr über proaktives Feedback von Kunden. Dieses Feedback treibt am Ende unsere Entwicklungspipeline und damit auch die Lösungen, die wir umsetzen.
Ein konkretes Beispiel ist das Thema Spot. Niru hatte es eingangs schon erwähnt. Wenn ein Bodenschild in einem Kreuzungsbereich durch starke Abnutzung immer wieder beschädigt wird und seinen Nutzen nicht mehr erfüllt, kommen Kunden auf uns zu. Gemeinsam mit dem Innovation Lab haben wir dann eine Lösung entwickelt, bei der ein Projektor beziehungsweise eine Spot-Steuerung eingesetzt wird, die gleichzeitig auch Flurförderfahrzeuge erkennt. Ziel ist es, die Awareness im Warehouse deutlich zu erhöhen und die Kolleginnen und Kollegen auf dem Shopfloor viel besser vor Gefahren wie sich nähernden Staplern zu warnen, um Unfallquellen zu reduzieren.

Das ist ein spannender Punkt. Wir bewegen uns hier klar im Intralogistikbereich, also dort, wo sich viel bewegt und es entscheidend ist, dass Menschen wissen, wo sie sich bewegen dürfen, wo nicht und wo Dinge abgestellt werden können. Wie teilt ihr euer Geschäftsfeld in diesem Kontext? Segmentiert ihr eher nach Anwendungsfällen, nach Produkten oder nach anderen Kriterien?

Philipp

Wir haben im Portfolio im Grunde drei große Bereiche, die sich gegenseitig ergänzen. Wir verstehen uns als Lösungsanbieter und versuchen bewusst, nicht in einzelnen Produkten zu denken, sondern in Lösungen. Ein Bereich ist das visuelle Management. Da geht es um Fragen wie: Wie trenne ich Fahrwege von Fußwegen? Wie erhöhe ich die Sicherheit? Wie steigere ich die Effizienz, indem ich Suchzeiten reduziere, zum Beispiel durch Regalkennzeichnungen? Ich bringe da gern das Beispiel eines schwedischen Möbelherstellers. Man braucht kein Logistikstudium, um bei IKEA Regal 14 und Fach 36 zu finden. Das ist ein Paradebeispiel für Lösungen im Sinne von ORGATEX, unabhängig davon, ob die Lösung dort tatsächlich von uns stammt oder nicht. Dieses Prinzip ist sehr gut adaptierbar und genau diesen Bereich statten wir mit visuellem Management aus.
Der zweite große Bereich ist der Materialfluss. Da stellt sich die Frage, ob ich jede Komponente einzeln aus dem Lager in die Produktion trage oder ob ich konsolidiere, zum Beispiel in einem KLT, und das Ganze auf einen Bodenroller packe. In diesem Bereich sind wir starker Partner von K. Hartwall in Deutschland und haben damit aus unserer Sicht einen sehr guten Player im Portfolio. Es geht dabei um Materialfluss, Materialbereitstellung und FIFO-Einhaltung, also um verschiedenste eigenentwickelte Schienensysteme. Monorail ist dem einen oder anderen sicher schon einmal begegnet oder zumindest ein Begriff.
Aus diesen beiden Komponenten des Portfolios ist dann die digitale Intralogistik entstanden. Der Auslöser waren Kunden, die zu uns gesagt haben: Lieber Philipp, schön, dass ihr Regalkennzeichnungen, Behälterkennzeichnungen und den KLT-Snapper anbietet, das ist alles gut und schön, aber ich möchte keine 60 Seiten Papier in meinem KLT haben, sondern eine smarte digitale Lösung. Genau das sind die spannenden Fälle, in denen wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Innovation Lab aktiv werden und zusammen mit dem Kunden in die Entwicklung gehen, um eine marktfähige Lösung aufzubauen.

Niru, aus Sicht der Entwicklung: Wie nehmt ihr solche Themen auf? Habt ihr eine feste Entwicklungsagenda und nehmt nur Kundeninputs zu Themen auf, die ihr ohnehin entwickeln wollt, oder wie ist euer Vorgehen?

Nirugaa

Wir haben tatsächlich ein Innovationsmanagement-Modell bei uns im Haus, das darauf ausgelegt ist, dass jeder Mitarbeiter am Innovationsprozess teilhaben kann. Das bedeutet, jeder kann Ideen einstellen, die dann verschiedene Prozesse im Unternehmen durchlaufen. Wir arbeiten dabei sehr eng mit dem Vertrieb zusammen. Wenn Ideen reinkommen, fließen sie in unser System ein und werden über mehrere Bewertungsstufen hinweg weiterentwickelt, bis am Ende tatsächlich ein Produkt oder ein Projekt daraus wird.

Was ist aus deiner Sicht aktuell das Highlight in der Entwicklung? Also etwas, bei dem ihr sagt, das hat echten Mehrwert gebracht oder ist etwas ganz Besonderes?

Nirugaa

Auf jeden Fall die digitale Intralogistik. Mit dem OX-Label ist das in diesem Jahr ganz klar unser Schwerpunkt. Auch die gesamte Infrastruktur, die wir dahinter aufbauen, die Idee und die Vision dahinter, das ist aktuell definitiv das Highlight.

[08:57] Herausforderungen, Potenziale und Status quo – So sieht der Use Case in der Praxis aus

Was sind die typischen Herausforderungen bei Kunden, die eure Lösung noch nicht im Einsatz haben oder die Vision noch nicht umgesetzt haben? Philipp, womit kämpfen die Kunden aktuell in den Gesprächen mit euch?

Philipp

Die Intralogistik bekommt immer mehr Fokus. Wir sehen bei vielen Kunden, dass Produktionsprozesse auf die tausendstel Sekunde hocheffizient optimiert sind und es dann plötzlich an etwas Banalem fehlt, zum Beispiel an einem Leergutbehälter, in den produziert werden soll. Genau an diesen Stellen setzen wir an. Mit relativ simplen Lösungen, etwa indem wir einen Sensor platzieren, der den Pufferplatz misst und erkennt, dass ein Schwellenwert erreicht ist, und dann automatisch eine Meldung an die Logistik gibt, dass nachgefüllt werden muss.
Das sind genau die Fragestellungen, die wir aktuell im Markt sehen. Intralogistikprozesse sind Teil der Supply Chain und werden immer bedeutender, gerade vor dem Hintergrund steigender Personalkosten und der schwierigen Personalbeschaffung. Am Ende muss man effizienter werden. Milkruns lassen sich nicht mehr einfach so betreiben, dass an jeder Haltestelle angehalten wird und jemand manuell in die KLTs schaut, ob die Füllstände passen oder nicht. Die zentrale Frage ist vielmehr: Wie gestalten wir das effizienter und wie bekommen wir gleichzeitig eine bessere Übersicht über die Fertigung, indem wir genau wissen, wo sich ein Fertigungsauftrag gerade befindet?
Dazu kommt das Thema Sicherheit. Peak-Zeiten werden häufig über Arbeitnehmerüberlassung abgedeckt. Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht jahrelang im selben Warehouse unterwegs und kennen jeden Winkel auswendig. Umso wichtiger ist es, Laufwege und Fahrwege sicher zu gestalten, Kreuzungsbereiche abzusichern und so aktiv Unfallprävention zu betreiben. Das sind klassische Themen, bei denen jeder Kunde zunächst denkt, das sei ein ganz individuelles Problem. Ich sage dann immer: Montags bin ich bei einem veganen Wursthersteller und mittwochs schaue ich mir an, wie in München Autos zusammengeschraubt werden. Die Probleme sind tatsächlich sehr ähnlich, über unterschiedlichste Branchen hinweg, gerade im produzierenden Gewerbe.

Das heißt, ihr habt gar nicht diese extremen Branchenschwerpunkte, bei denen eine Industrie stark mit euch arbeitet und andere kaum, sondern eure Lösungen sind relativ breit und allgemein einsetzbar.

Philipp

Aus Unternehmenssicht könnte man sagen, wir sind wahrscheinlich recht krisensicher aufgestellt. In Deutschland haben wir rund 24.000 Direktkunden, mit einem klaren Fokus auf das produzierende Gewerbe. Wir haben dabei aber keinen klassischen Branchenschwerpunkt wie nur Automobil oder nur Lebensmittelindustrie. Unser Produktportfolio deckt sehr viele Anwendungsfälle ab und wird kontinuierlich erweitert, sowohl analog als auch digital. Ich glaube, das ist eines der charmanten Dinge an ORGATEX. Viele Kunden nehmen uns sogar mit zu einem neuen Arbeitgeber, weil sie von der Qualität und vom Servicegedanken überzeugt sind. Das ist für uns natürlich sehr wertschätzend.

[11:59] Lösungen, Angebote und Services – Ein Blick auf die eingesetzten Technologien

Niru, was ist eure technologische Vision? Vielleicht einmal die Gesamtvision und dann etwas konkreter, zum Beispiel in Bezug auf das OX-Label.

Nirugaa

Unsere Vision ist es, in der digitalen Intralogistik so etwas wie das Smart Home der Intralogistik zu werden. Das bedeutet, dass wir Kunden befähigen wollen, die Systeme bei sich im Haus selbst zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Wir bereiten alles so in der Cloud vor, dass der Kunde das eigenständig umsetzen kann. Das ist unsere Vision. Und ehrlich gesagt sehen wir das heute so am Markt noch nicht. Die Lösungen, die wir bisher gesehen oder selbst getestet haben, sind meist projektbezogen. Einen echten Do-it-yourself-Gedanken haben wir in der Form bislang nicht gefunden.

Sehr gut. Das lässt sich vermutlich in verschiedene Bestandteile herunterbrechen. Philipp, aus deiner Sicht: Was sind die zentralen Bausteine dieser Vision?

Philipp

Genau, wir haben dabei natürlich verschiedene Komponenten. Wichtig ist, das zu unterstreichen, was Niru gesagt hat: Unser Ziel ist Enablement und Empowerment der Anwender. Wir sehen einen riesigen Engpass bei IT-Ressourcen, egal ob intern oder extern. Gefühlt acht von zehn Kunden stecken gerade mitten in einer S/4HANA-Implementierung, die IT-Teams sind voll ausgelastet. Wenn wir dann mit Themen wie smartem Leergutmanagement kommen, wird es schnell schwierig. Deshalb sind unsere Grundbausteine so aufgebaut, dass wir eine User Experience schaffen wollen, die vor allem einfach ist. Simplify your workflow gilt natürlich auch für die digitale Intralogistik.
Unsere Idee ist, Projektleiter und Anwender dazu zu befähigen, Software- und Hardwarekomponenten selbstständig zu integrieren und auch Anwendungen, also Business Intelligence, eigenständig umzusetzen. Das heißt, Use Cases anzupassen, Messgrößen und KPIs zu verändern. Darauf baut das gesamte Portfolio auf. Wir haben eine Cloud-Lösung mit einem Interface, in dem wir Rollen- und Rechtekonzepte, Gerätemanagement und Business Intelligence in Form von Anwendungsfällen abbilden. Dazu kommen die passenden Hardware-Lösungen, die der Kunde idealerweise selbst skalieren kann.
Natürlich lassen wir den Kunden damit nicht allein. Wir haben einen First- und Second-Level-Support, Onboarding und Hypercare sind Bestandteil des Portfolios. Wir schicken also nicht einfach alles raus und sagen dann, bitte melde dich nie wieder. Wir sind kein klassischer Consultant, aber wir betreiben consultative Selling, stehen beratend zur Seite und versuchen, für jeden Anwendungsfall die bestmögliche Lösung zu schnüren.

Diese digitalen Lösungen, die ihr gemeinsam mit Kunden entwickelt habt, sind noch relativ frisch am Markt. Gibt es bereits erste Erfolgsgeschichten oder ROI-Betrachtungen? Setzen Kunden die Lösungen vor allem ein, um akute Probleme zu lösen, oder gibt es auch belastbare Business Cases und Berechnungen, die dahinterstehen?

Philipp

Gerade mit Blick auf das OX-Label ist unser Ansatz nicht zu sagen, wir ersetzen einfach Papier. Dafür ist eine klassische ROI-Rechnung tatsächlich schwierig. Unser Anspruch ist vielmehr, der Benchmark für den Fertigungsauftrag zu sein. Wenn man eine grüne Wiese hätte und sich als Industrie fragen würde, wie der Fertigungsauftrag der Zukunft aussehen sollte, dann ist die Antwort sehr wahrscheinlich kein Blatt Papier mehr. Genau diese Frage versuchen wir zu beantworten, indem wir Nachverfolgbarkeit sicherstellen, Echtzeitortung ermöglichen und die Informationen, die jede Kollegin und jeder Kollege auf dem Shopfloor braucht, visuell über ein E-Ink-Display darstellen. Wir können BDE-Quittierprozesse abbilden und mit Kundensystemen kommunizieren.
Du hast nach ROI gefragt, und genau da wird es spannend. Wie oft wird eigentlich in der Halle gesucht? Wir haben Kunden, bei denen wir nach einer gemeinsamen, einfachen Analyse festgestellt haben, dass rechnerisch zwei Vollzeitkräfte ausschließlich mit Suchen beschäftigt sind. Bei heutigen Lohnkosten ist man damit sehr schnell im sechsstelligen Bereich. Das zeigt, dass es investmentseitig und business-case-seitig schlicht sinnvoll ist. Natürlich hängt das davon ab, ob Suchzeiten vorhanden sind, ob Probleme bestehen und ob Informationen aktuell zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind. Diese Abhängigkeiten erarbeiten wir idealerweise gemeinsam mit dem Kunden, auf Wunsch auch allein. Wir unterstützen dabei gern, indem wir auf die relevanten KPIs hinweisen. Das ist ein zentrales Thema.

Ihr habt jetzt öfter über Labels gesprochen. Sind das Funk-Labels, die ihre Position senden? Und welche weiteren Komponenten habt ihr? Ihr habt Sensorik für Füllstände erwähnt. Was sind die technologischen Bausteine eures Systems?

Nirugaa

Wir haben das OX-Label als digitalen Fertigungsauftrag. Natürlich könnte man weiterhin Papier einsetzen, aber das ist nicht der Kern unseres Produktgedankens. Als zweites Produkt haben wir den OX-Kanban-Sensor, mit dem sich Füllstände in Kanban-Regalen erfassen lassen. Zusätzlich gibt es den OX-Stellplatzsensor für die Erkennung von Stellplätzen und deren Füllständen. Dazu kommt nicht nur der Spot selbst, sondern auch eine intelligente Steuerung für den Spot. Das sind im Grunde vier Hardware-Komponenten, ergänzt durch die Cloud, die dahintersteht.

Wenn wir auf die Kommunikation schauen: Im Shopfloor gibt es Bussysteme, Ethernet, WLAN, 5G und ergänzend Technologien wie Bluetooth. Welche Funkprotokolle nutzt ihr und wie funktioniert der Datentransport, gerade weil viele eurer Komponenten mobil sind, etwa Labels oder Sensoren?

Philipp

Wir sind tatsächlich keine großen Fans von WLAN. Das hat verschiedene Gründe, etwa Skalierbarkeit und Energieverbrauch. Die kundeneigenen Infrastruktursysteme sind in der Regel ohnehin stark ausgelastet. Unser Tech-Stack geht deshalb eher in Richtung Narrowband. Wenn man infrastrukturlos unterwegs sein möchte, funktioniert Narrowband mit LTE-M als Backup in diesem Bereich sehr gut. Wir nutzen damit einen Teil des bestehenden Mobilfunknetzes mit einer sehr hohen Durchdringungsrate, Industriehallen und Lager sind für uns also kein großes Problem.
Zusätzlich haben wir bei den Produkten einen zweiten Layer integriert, eine infrastrukturgebundene Lösung über Thread. Das ist ein Protokoll, das ursprünglich aus dem Heimautomatisierungsbereich kommt und unter anderem von Google mitentwickelt wurde. Wir haben das für uns adaptiert und in die industrielle Nutzung übersetzt. Konkret heißt das: Über einen Border Router schaffen wir mit sehr geringem Investment eine Infrastruktur beim Kunden. Die Geräte sind meshfähig, bilden also ein eigenes Netzwerk untereinander. Dadurch erreichen wir eine sehr hohe Skalierbarkeit bei gleichzeitig sehr geringen Infrastrukturkosten. Das ist für uns aktuell der richtige Weg.
Natürlich gibt es auch andere Systeme, aber wir denken immer vom Kunden her rückwärts. Entscheidend sind geringe Wartungsintensität und niedrige Kosten, denn das ist ein zentraler Erfolgsfaktor – sowohl für den Kunden als auch für uns. Am Ende muss das Ganze in einen Budgetrahmen passen und das Investment muss sich rechnen, damit auch ein Return on Investment darstellbar ist.

Wir hatten kürzlich eine Folge mit Siemens und Salzgitter zum Thema 5G. Spielt 5G in eurer Betrachtung schon eine Rolle? Setzt ihr das bereits aktiv ein oder ist das aktuell eher ein Thema in der Innovationsabteilung? Theoretisch könnte das solche Anwendungsfälle ja gut unterstützen.

Nirugaa

Aktuell haben wir 5G noch nicht im Portfolio, aber wir sind für die Zukunft technologisch offen und halten uns hier auf dem neuesten Stand.

Philipp

Genau, das ist ganz wichtig zu verstehen. Wir entwickeln immer vom Kunden her, und das gilt nicht nur für Anwendungsfälle, sondern auch für die Technologie. Wir haben nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, der Markt entwickelt sich weiter und wir sind sehr dynamisch unterwegs. Wir entwickeln sehr viel, eigentlich alles, inhouse, was uns natürlich auch viele Freiheiten gibt. Siemens ist bei uns zum Beispiel auch kein kleiner Kunde, wir sind mit den Kolleginnen und Kollegen dort regelmäßig im Austausch und wissen, dass auch dort viel inhouse entwickelt wird. Dieser Austausch trägt am Ende dazu bei, unsere Lösungen perspektivisch noch besser zu machen.
Wenn wir uns in sechs Wochen noch einmal sprechen würden, könnte es gut sein, dass neue Features oder Erweiterungen hinzugekommen sind. Das, was wir heute besprechen, ist immer nur eine Momentaufnahme. Gleichzeitig beobachten wir natürlich sehr genau, was der Wettbewerb macht und wohin sich die Technologie insgesamt entwickelt.

Ich glaube, genau so sollte man an solche Themen herangehen. Ein Aspekt, der dabei ebenfalls eine Rolle spielt, ist die Dynamik der Weiterentwicklung und das Thema Updates. Gerade wenn viele Sensoren oder andere Komponenten im Shopfloor verbaut sind: Wie geht ihr damit um? Habt ihr dafür bereits Lösungen und wie läuft das konkret ab?

Philipp

Wir machen Over-the-Air-Updates. Das heißt, Firmware-Updates, Sicherheitspatches und ähnliche Aktualisierungen spielen wir direkt auf die Geräte auf, entweder über den Mobilfunk-Layer oder über den Thread-Layer via Border Router. Konkret bedeutet das: Die Lösungen sind weitgehend wartungsfrei und können auch während des laufenden Betriebs aktualisiert werden. Der große Vorteil ist, dass die kundeninterne IT-Infrastruktur nicht zusätzlich belastet wird und die Updates sehr reibungslos ablaufen. Im Grunde so, wie man es von modernen Smartphones kennt. Wenn automatische Updates aktiviert sind, merkt man davon kaum etwas, abgesehen von größeren Major-Changes. Genau so ist es heute schon im bestehenden Portfolio und so wird es auch für die kommenden Lösungen sein.

Das sind dann diese Geschichten, bei denen jemand mit einem USB-Stick durch die Anlage läuft und hundert Geräte manuell updatet. Ich nehme an, das gehört bei euch der Vergangenheit an oder zumindest bald.

Philipp

Das haben wir alles schon gesehen.

[22:10] Übertragbarkeit, Skalierung und nächste Schritte – So könnt ihr diesen Use Case nutzen

Wenn du auf eure Roadmap schaust, was sind die Themen, an denen ihr aktuell am intensivsten arbeitet? In der Intralogistik passiert gerade sehr viel. Da kommen perspektivisch humanoide Roboter, autonome Systeme, kleine AGVs, die durch den Shopfloor fahren und transportieren. Das verändert ja einiges.

Nirugaa

Ein zentraler Bereich für uns ist aktuell das Thema AMR. Wir schauen, wo und wie wir unsere Produkte anbinden können. Anbindung insgesamt ist ein großes Thema. Deshalb setzen wir stark auf No-Code-Technologien, damit wir uns möglichst einfach an unterschiedliche Plattformen anbinden können und uns gut in das bestehende Portfolio beim Kunden integrieren. Der Datenaustausch soll dabei möglichst einfach erfolgen. Für die weitere Zukunft ist auch Edge Computing sehr spannend, ebenso die Datenverarbeitung mit KI und Machine Learning, zum Beispiel bei der Stellplatzsensorik. Das sind die Themenfelder, in denen wir uns aktuell bewegen.

Das bleibt auf jeden Fall dynamisch. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit mit Partnern. Ihr habt ja schon erwähnt, dass ihr mit starken Partnern arbeitet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig Ökosysteme sind und dass man gemeinsam mit Partnern wächst. Welche Rolle spielen Partnerschaften bei euch und wie geht ihr damit um?

Philipp

Der Markt ist in gewisser Weise noch am Anfang, deshalb kommt man um Partnerschaften eigentlich gar nicht herum, was wir aber auch gar nicht wollen. Wir sind sehr offen gegenüber Dritten, gegenüber neuen Ideen und Innovationen, egal in welcher Form, ob gemeinsames oder ergänzendes Portfolio. Ein ganz wichtiger Punkt, den Niru vorhin schon angesprochen hat, ist die Kompatibilität. Ich habe vielleicht einen Sensor von Anbieter X und möchte zusätzlich einen Sensor von ORGATEX einsetzen. Die Frage ist dann: Wie bekommen wir das gemeinsam gesteuert? Und wie kommt die Information am Ende zu einem humanoiden Roboter, der die Ware abholen soll? Genau darin liegt aus meiner Sicht der Schlüssel. Ich glaube nicht, dass es heute am Markt schon eine Lösung gibt, die all das vollständig abdeckt. Irgendwann werden sich sicher ein oder zwei Lager herauskristallisieren, ähnlich wie bei Android und Apple. Das wird es geben. Für uns ist aber entscheidend, einen konkreten Anwendungsfall oder einen konkreten Kunden und ein konkretes Projekt zu haben. Sonst verpuffen solche Gespräche und Workshops schnell in einem „Wir melden uns mal in einem halben Jahr“. Davon sind wir keine großen Fans. Wir arbeiten sehr praxisnah.
Offen sind wir immer für Gespräche im Kontext eines gemeinsamen Projekts. Auch wir stehen noch am Anfang beim Aufbau unseres digitalen Portfolios. Wenn wir über Messgrößen wie Qualität, Luftqualität, Erschütterungen oder Signalleuchten sprechen, dann sind das alles Themen, die sehr gut in unser Portfolio passen und historisch schon immer ORGATEX-Themen waren. Da wird noch sehr viel kommen. Und wir sind auch offen, wenn jemand eine sehr gute Hardware hat, die hervorragend performt, warum diese nicht über eine ORGATEX Cloud integrieren? Das sind Themen, die wir definitiv spielen und bei denen wir sehr kundenzentriert und offen sind.

Ich finde es sehr gut, wie du diesen Partnerschaftsgedanken beschreibst. Einfach auf Verdacht Workshops zu machen, nach dem Motto „man könnte ja mal“, ist oft schwierig.

Philipp

Ich will nicht sagen, das ist Zeitverschwendung, aber wir haben da einen sehr praxisorientierten Ansatz. Lieber stimmen wir kurz vor einem Kundentermin gemeinsam Details ab, planen einen Proof of Concept, setzen ihn um und überzeugen den Kunden dann davon, dass die Lösung genau die richtige ist, weil sie den höchsten Mehrwert bietet. Das ist eher unser Ansatz. Wir haben zum Beispiel gerade ein gemeinsames Kundenprojekt mit einem kleinen AGV-Hersteller. Der Kunde hatte das AGV bereits im Einsatz und die erste Frage war: Würdet ihr wirklich mit dem zusammenarbeiten? Natürlich. Der Kunde kennt den Anbieter, kennt die Infrastruktur, und wir setzen uns mit unserer IoT-Hardware und der Cloud-Lösung als Second Layer darauf. Das harmoniert sehr gut. Genauso gehen wir solche Projekte an, hands-on und offen.

Gerade bei Projekten ist meine Erfahrung, dass Technologie das eine ist, aber Prozesse anzupassen und vor allem die Mitarbeitenden, die damit arbeiten sollen, zu begeistern, sind zwei ganz andere Paar Schuhe. Wie sind da eure Erfahrungen und welche Ansätze oder Erkenntnisse könnt ihr weitergeben?

Philipp

Das Thema haben wir tatsächlich auch im analogen Bereich. Wenn ein Unternehmen jahrzehntelang kein visuelles Management eingesetzt hat, ist es natürlich erst einmal verwirrend, wenn man montags morgens in eine Halle kommt, die plötzlich komplett mit ORGATEX-Lösungen ausgestattet ist. Ich glaube, ganz wichtig ist, frühzeitig viele Kolleginnen und Kollegen einzubinden, transparent zu erklären, warum man das macht, und den Mehrwert klar zu vermitteln. Gerade bei Digitalisierung schwingt zumindest in Deutschland oft die Sorge mit, nach dem Motto: Ihr wollt doch nur meinen Job wegrationalisieren. Das ist aber de facto nicht so. Effiziente Prozesse sichern Arbeitsplätze, weil Unternehmen wettbewerbsfähiger werden, mehr produzieren und neue Kunden gewinnen können.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist deshalb, frühzeitig Meinungen einzuholen, die Teams mitzunehmen und idealerweise nicht direkt mit einer Komplettlösung für das gesamte Warehouse zu starten. Besser ist es, mit einem Bereich zu beginnen, dort gemeinsam Erfahrungen zu sammeln, Feedback einzuholen und zu fragen, ob das so passt. Darauf aufbauend kann man die Lösung Schritt für Schritt ausrollen. Das gilt für den analogen genauso wie für den digitalen Bereich und funktioniert bei uns sehr gut.
Was ebenfalls hilft, ist Präsenz vor Ort. Wir sind sehr gerne und viel bei Kunden, über alle Bereiche hinweg, und sprechen direkt mit den Mitarbeitenden. Wenn jemand Externes Feedback gibt, den man vielleicht noch nicht so gut kennt, der aber sachlich fundiert und gleichzeitig emotional erklären kann, warum eine Lösung sinnvoll ist, dann steigert das die Akzeptanz enorm. So entsteht Begeisterung für digitale Intralogistik und smarte Lösungen.

Das ist auf jeden Fall sehr überzeugend. Leider sind wir jetzt schon fast am Ende der Zeit. Ihr könnt aber gern noch ein paar abschließende Worte mitgeben. Niru, vielleicht startest du: Was möchtest du den Zuhörerinnen und Zuhörern mitgeben und wie können sie dich erreichen, wenn sie sich austauschen wollen?

Nirugaa

Wir freuen uns immer über Inspirationen aus der Industrie. Wenn es Fragestellungen rund um Intralogistik gibt, egal ob digital oder analog, kommen Sie gern auf uns zu. Man kann mich jederzeit über LinkedIn erreichen, dort bin ich gut zu finden.

Philipp

Für mich ist noch wichtig zu betonen, dass wir kein klassischer Projektdienstleister sind. Wir verstehen uns als OEM, der Software- und Hardwarekomponenten für die digitale Intralogistik bereitstellt, und gleichzeitig als Sparringspartner. Auch ohne großes Projektbudget freuen wir uns über Problemstellungen, Gespräche, Ideen und Workshops, egal ob digital oder vor Ort. Davon lebt das Ganze, sowohl beim Kunden und bei möglichen Partnern als auch bei uns im Unternehmen. So können wir uns gemeinsam weiterentwickeln. Mich findet man ebenfalls über LinkedIn oder per E-Mail. Telefon geht auch, wobei ich manchmal schwer zu erreichen bin.

Es hat tatsächlich abgenommen, dass man einfach zum Telefon greift, oder?

Philipp

Kommt ganz darauf an, aber ja, weniger als früher, das stimmt.

Dann danke ich euch ganz herzlich, Niru und Philipp, dass ihr heute hier wart und wir uns über digitale Intralogistik austauschen konnten. Ich habe mich sehr gefreut, fand es super interessant. Wir freuen uns auf weitere Gespräche und wünschen einen schönen Tag. Bis bald. Ciao.

Nirugaa

Vielen Dank. Ciao.

Philipp

Ciao. 

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Ing. Madeleine Mickeleit

Mrs. IoT✌️Gründerin der IIoT Use Case GmbH | IoT Business Development | Welche Use Cases funktionieren – und WIE? Fokus auf Praxis! #TechBusiness #Mehrwert