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Baustelle: Nachschubmanagement ohne Personalaufwand

IoT Use Case - Turck + ProMart
5 Minuten Lesezeit
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Wenn das passende Ersatzteil schon vor der Baustelle auf seine Abholung wartet, spart das Zeit und Wege. ProMart, ein Spezialist für Dienstleistungen im technischen Großhandel, bietet mit einer RFID-Lösung von Turck mobile mannlose Selbstbedienungslager an.

Die Herausforderung: Manuelle Materialbeschaffung hemmt Baufortschritte und hebt Gesamtprojektkosten

Ein Werkzeug geht nicht selten dann kaputt, wenn es gerade dringend benötigt wird. Und wenn es auf der Baustelle am hektischsten zugeht, fehlt ausgerechnet das eine entscheidende Teil. Das bedeutet auch, dass das „schnell mal eben losfahren“ meist unter Zeitdruck geschieht – und oft genug ist genau das benötigte Teil dann nicht vorrätig. Je abgelegener das Baustellengelände, desto größer sind hier die Zeit- und Personalaufwände – und der Ärger über zwangsweisen Stillstand der Arbeiten.  

Selbst eine eigene Bevorratung jedes Unternehmens löst nicht alle Probleme. Alle Ersatzteile müssen einerseits für jeden Mitarbeiter einfach zugänglich sein und andererseits zuverlässig vor unbefugtem Zugriff geschützt werden – zudem muss der Bestand lückenlos nachgehalten werden. Auf großen Baustellen ist die Zahl der beteiligten Firmen inklusive aller Nach- und Subunternehmer nahezu unüberschaubar. Ein gemeinsames, frei zugängliches Ersatzteillager mag auf den ersten Blick die Versorgung für die laufenden Arbeiten sicherstellen. Im Nachhinein ist der Verwaltungsaufwand für die Zuordnung kaum zu bewältigen. Inventur wird unübersichtlich, und der tatsächliche, tagesaktuelle Warenbestand ist so gut wie unbekannt.  

Bauunternehmer wünschen sich hier flexible Lösungen, die das Nachschubmanagement ohne zusätzlichen Personalaufwand bewältigen. Ein solches Angebot ist auch im Interesse des technischen Großhandels, der den gesamten Bedarf einer Baustelle abdeckt. Die Handelskette ProMart reagierte auf diesen Bedarf mit dem EasyMart-Store – einem mobilen Ersatzteillager im Standard-ISO-Container mit sicherer Zugangskontrolle. Turck Vilant Systems lieferte für das Konzept RFID-Hardware und das gesamte Software-System für Buchung, Abrechnung und Zuordnung zu den Shop-Nutzern.  

Die Lösung: Ein RFID-basierter automatisierter Selbstbedienungsmarkt

Der Kern der Lösung ist das richtige Konzept. Konsequent automatisiert, ohne Personalaufwand, jederzeit alle Informationen abrufbar und im Alltag zuverlässig. Die Wahl fiel auf die RFID-Lösung von Turck Vilant Systems. RFID ist kompakt, kostengünstig umzusetzen und bestens bewährt. Lediglich für die Datenübertragung an die Warenwirtschaft wird zusätzliche Technologie benötigt. Die Technik mit RFID-Transponder und Lesegerät funktioniert berührungslos und eindeutig. 

Im Alltag ist der Zugang zum EasyMart-Store über eine individuelle RFID-Karte geregelt. Es darf sich immer nur eine Person gleichzeitig im Store aufhalten, sodass alle Warenbewegungen einfach zuzuordnen sind. Dabei spielt es keine Rolle, zu welchem Unternehmen die Zugangsberechtigten gehören. In der Benutzerverwaltung sind verschiedene Rollen möglich, die in den Accounts der Nutzer hinterlegt werden. Der Code an der Ware wird mit der Karte gescannt und die Auswahl am Ende des Einkaufs nochmals geprüft und bestätigt. Irrtümer sind so auf ein Minimum reduziert. Der Knopfdruck, der den Einkauf abschließt, startet im Hintergrund gleich mehrere Vorgänge: alle nötigen Daten für die automatisierte Rechnungserstellung liegen mit der Kennung des Einkäufers und den Warendaten vor. Der Warenausgang wird ebenfalls automatisch gebucht und mit dem vorgesehenen Bestand vor Ort abgeglichen. Auch die Nachbestellung erfolgt automatisch.  

Turck Vilant Systems bietet ein Standard-Paket für Self-Service Stores an. ProMart hatte sich bereits ein Konzept für die EasyMarts überlegt, das mit einigen Anpassungen der Turck-Lösung realisiert werden konnte. Wichtigste Parameter waren eine große Zahl von Nutzern und die automatisierte Lagerverwaltung ohne Stillstände, etwa für die Inventur. Zusätzlich zum normalen Einkauf kann das System auch Ausleihen und Vorbestellungen abbilden. 

Das Ergebnis: Genau das passende Sortiment immer verfügbar – und Inventur in Echtzeit

Weil die RFID-Geräte ausschließlich die relevanten Warenbewegungen erfassen und alle Daten in Echtzeit in der ProMart-Zentrale vorliegen, ist die Inventur jederzeit auf Knopfdruck möglich und der Warenfluss komplett transparent. 

Auf Basis dieser Daten gelingt die Digitalisierung der Lieferkette, und zwar genau passend zum Umschlag in jedem Selbstbedienungslager. Automatisierte Füll-Listen halten für jeden Artikel den gewünschten Bestand vor, sodass die Bevorratung ebenso mannlos abläuft wie der Entnahmevorgang, also der „Einkauf“ im Container selbst. Auch auf der Baustelle hat diese Lösung viele Vorteile, denn „auf Vorrat“ beschafftes Material kann seinerseits Probleme verursachen, kostbaren Platz beanspruchen oder muss nach Ende der Arbeiten mühsam wieder abtransportiert werden. Ohne zusätzlichen Aufwand an Personal und für die Bestandsverwaltung steht so für jede Baustelle mit beliebig vielen beteiligten Firmen und Subunternehmen ein mobiles, jederzeit zugängliches Material- und Ersatzteillager bereit. 

In Anwendung

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