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Datenvisualisierung bringt Transparenz in die Halbleiterproduktion 

IoT Use Case mit Peakboard und Bosch
4 Minuten Lesezeit
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Halbleiter sind die Schlüsseltechnologie der vernetzten Welt und stecken in Form von Mikrochips in so gut wie jedem technischen Gerät. Die Firma Bosch ist einer der weltweit führenden Halbleiterproduzenten – in Smartphones, Fernsehern, Geschirrspülern, und in nahezu jedem Auto weltweit sind mittlerweile Bosch-Chips verbaut. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, baute Bosch 2010 in Reutlingen eine 200mm-Halbleiterfabrik. In einem komplexen, bis zu 14 Wochen dauernden Fertigungsprozess entstehen dort aus Silizium-Rohwafern die fertigen Halbleiterchips. 

Die hochkomplexe Fertigung erstreckt sich dabei über eine große Fläche, die für die einzelnen Produktionsschritte in Korridore aufgeteilt ist. Menschen und Maschinen sind darin räumlich streng getrennt. Um einen Überblick über die Fortschritte in den einzelnen Phasen erhalten und um eventuelle Probleme erfassen zu können, müssen Mitarbeiter die einzelnen Korridore dabei zu Fuß abgehen. Das hat nicht nur einen hohen Zeitaufwand zur Folge. Störungen und Fehler werden dabei erst nach einiger Zeit, und daher häufig zu spät, festgestellt. Und am Ende des Tages entspricht dann die Produktionsausbeute nicht den Erwartungen.  

Die Herausforderung: Bereits vorhandene Daten nutzen, für eine zentrale Echtzeit-Visualisierung ​

Daher war es Bosch sehr wichtig, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Echtzeitinformation an zentraler Stelle anzubieten, um z. B. über Störungen oder stattfindende Wartungsarbeiten zu informieren. 

Nun ist man bei Bosch selbstverständlich schon lange in den unterschiedlichsten Bereichen mit Visualisierungslösungen vertraut. Diese bedienten aber jeweils unterschiedliche Anforderungen und liefen parallel ab. Deshalb war es unmöglich, mit einem der bereits vorhandenen Systeme alle gewünschten Anforderungen abzudecken. Dazu wäre ein neues, eigenes IT-Projekt erforderlich gewesen, was aufgrund des hohen Aufwands verworfen wurde.  

Aus diesem Grund wurde extern nach einer universell einsetzbaren Visualisierungslösung gesucht und mit Peakboard auch gefunden. Die sofortige Verfügbarkeit, die universelle Anwendbarkeit, und die Fähigkeit, Daten aus unterschiedlichsten Quellen in Echtzeit zu visualisieren, waren für diese Entscheidung von ausschlaggebender Bedeutung. 

Die Lösung: Soll-/Ist-Vergleich der einzelnen Produktionsschritte mittels verschiedener Andon-Boards ​

Peakboard war 2016 nämlich mit genau diesem Ziel gegründet worden: Operative Daten einfach und effizient in Echtzeit auf Displays der Produktion oder der Logistik zu visualisieren. 

Es handelt sich dabei um eine intelligente und wartungsarme All-in-One-Lösung, bestehend aus Software und Hardware. Die Daten werden dabei aus den unterschiedlichsten Quellen gewonnen, von Sensoren über Excel bis zu SAP oder von Datenintegratoren wie Theobald Software. Das erfordert keine IT-Ressourcen: Der Benutzer entscheidet mithilfe des Peakboard Designers, einem kostenlos aus dem Internet herunterladbaren Software-Tool, welche Informationen in welchem Design angezeigt werden sollen. Dabei helfen zahlreiche Templates, aber auch eine Modellierung nach eigenen Bedürfnissen ist problemlos möglich. Und da Peakboard eine Low-Code Lösung ist, geht das auch ganz ohne Programmierkenntnisse. 

Anschließend wird die Peakboard Box über ein HDMI-Kabel an den gewünschten Monitor angeschlossen, sowie über WLAN mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden. Mithilfe dieser Peakboard Box, einem leistungsstarken Einplatinen-Computer, wird die fertige Visualisierung auf dem Monitor autark und in Echtzeit in den vorab definierten Details abgespielt. Im konkreten Fall hatte Bosch seine Anforderungen und die gewünschte Art der Darstellung bereits im Vorfeld definiert. In einem Workshop gemeinsam mit den Spezialisten von Peakboard entstand daraus ein erstes Dashboard, und die Einbindung in das System konnte schon innerhalb eines einzigen Arbeitstages realisiert werden. 

Das Ergebnis: Prozessübersicht und eine universell einsetzbare Datenvisualisierungslösung mit Integration aller benötigten Datenquellen ​

Im Gegensatz zu BI-Systemen, die auf die Analyse historischer Zahlendaten ausgelegt sind, visualisiert Peakboard aktuell laufende Prozesse. Je nach Vorgabe bekommt der Betrachter unmittelbar die erforderlichen Informationen, um schnelle und eigenständige Entscheidungen treffen zu können. Erst dadurch kann mit der geforderten Reaktionszeit und Agilität auf Anforderungen und Ereignisse reagiert werden.  

Dieser erste Einsatz von Peakboard war für Bosch ein voller Erfolg. Nicht nur, dass keine zeitaufwendigen Kontrollgänge mehr nötig waren, sondern die alle 30 Sekunden aktualisierten Informationen befanden sich nun genau an der Stelle, wo sie gebraucht wurden, und ermöglichten vom ersten Tag an ein schnelles Eingreifen. Ein weiterer großer Vorteil war das schnelle Erfassen der wichtigsten Informationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus einer Schichtpause an den Arbeitsplatz zurückkehrten. Die Fertigung läuft bei Bosch nämlich rund um die Uhr im Schichtbetrieb, und dazwischen gibt es oft mehrtägige Pausen. Erst mit dem Dashboard von Peakboard war es möglich, sofort alle wichtigen Informationen schnell und effizient zu erfassen, weil die Visualisierungen überall nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind. 

Mittlerweile sind mehr als 20 Peakboard Dashboards im Einsatz. Aufgrund der unbegrenzten Designmöglichkeiten haben weitere Bereiche Bedarf angemeldet, denn die Vorteile liegen auf der Hand: 

  • universell einsetzbare Datenvisualisierungslösung, 
  • Darstellung der Daten in Echtzeit, 
  • problemlose Integration aller benötigten Datenquellen, 
  • direkte Anbindung des Oracle-Servers, 
  • einfache, schnelle Anpassungen ohne IT-Ressourcen.

Hier geht’s zu weiteren Infos bei Peakboard

In Anwendung

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