Hohe Nachfrage erfordert zusätzliche Fertigungskapazitäten​

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4 Minuten Lesezeit
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Ein Produktfertiger im Bereich der Blechbearbeitung möchte effizient Stahlteile fertigen, ohne den knowhow-spezifischen Prozessschritt outsourcen zu müssen. Dieser soll möglichst effizient gestaltet werden und zugleich die Vorteile der Digitalisierung nutzen. Beides geht mit dem Pay-per-part Modell: Maschinen werden nach Nutzung bezahlt und es wird kein spezifisches Knowhow im Laserschneiden benötigt.

Die Herausforderung: Kapazitäten für neue Aufträge aufbauen

Ein langjähriger Player in der Produktfertigung steht gerade wegen der sehr guten Auftragslage vor einem Problem: Die hohe Nachfrage erfordert zusätzliche Fertigungskapazitäten. Während Outsourcing zwar eine Möglichkeit wäre, die Kapazität zu erhöhen, stellt es für dieses Unternehmen eine ungeliebte Alternative dar. Das liegt einerseits an der damit einhergehenden hohen Abhängigkeit gegenüber dem Lieferanten bezüglich Qualität und Liefertreue sowie andererseits an den Risiken der Lieferkettenintegration und mangelnder Flexibilität.

Um dennoch die Produktionskapazität zu erhöhen und ein Geschäftswachstum erreichen zu können, bietet sich die Effizienzsteigerung der Produktion an. Hier unterstützt das neue Angebot des Premium Maschinenherstellers TRUMPF und seinem Partner Munich Re: Pay-per-Part.

Die Lösung: Vernetzung, Vollautomatisierung und Pay-per-Part

Pay-per-Part (PPP) ist ein nutzungsbasiertes Modell, bei dem die Anzahl und Spezifikation der gefertigten Werkstücke Grundlage der Bezahlung ist. Die Basis dafür liefert TRUMPF mit der TruLaser Center 7030: Es ist die erste vernetzte und vollautomatisierte Maschine, die alle Prozessschritte des Laserschneidens abdeckt. Sie übernimmt den gesamten Schneidprozess von der Zeichnung bis zum sortierten Teil, inklusive selbstständiger Be- und Entladung.


Dieses Feature Set erlaubt einen neuen Ansatz für die Produktion, nämlich „Equipment-as-a-Service“ ohne Investitionskosten bei höchster Flexibilität und Fertigungsqualität. Der Nutzer bekommt die Maschine direkt ins Haus geliefert und zahlt anschließend nur für die auf der Maschine gefertigten Teile. Dafür ist die Maschine über eine Industrial IoT (IIoT)-Komponente vernetzt, sodass sie fortlaufend Daten ermitteln kann. Durch das Berliner Unternehmen Relayr, einer Tochter der Munich Re, werden zudem datenbasierte Produktionsgarantien der Rückversicherung Teil des Pakets: Bei unverschuldeten Ausfallzeiten werden die Nutzer entschädigt.


Um die Maschine kontinuierlich weiter zu optimieren, kann TRUMPF aus der Ferne unterstützen. Zusätzlich gibt es geschulte Techniker, die regelmäßig den Maschinenstatus kontrollieren und bei Problemen schnell eingreifen können. Sie planen Wartungen im Voraus, um Produktionspausen zu vermeiden.


Ein bedeutender Vorteil von Pay-per-Part für den Kunden ist die hohe Effizienz, mit der die Maschinen betrieben wird. Ein Mehrschicht-Betrieb sowie die Produktion am Wochenende ist ohne Probleme möglich und kann bei entsprechender Auftragslage des Kunden umgesetzt werden. Die IIoT-Komponente soll außerdem dabei unterstützen, die Ausfallzeiten der Maschine signifikant zu reduzieren. Das führt zu einer gesteigerten Flächenproduktivität in der Produktionshalle des Kunden und eröffnet dadurch die Möglichkeit zur Kapazitätssteigerung.

Das Ergebnis: Qualitätsfertigung In-House mit geringem Risiko

Während Laserschneiden nicht die Kerntätigkeit des Produktfertigers darstellt, ist der Prozessschritt für die Produktqualität von hoher Wichtigkeit. Neben den Investitionsrisiken, die ein Maschinenkauf mit sich bringt, ist ebenfalls produktspezifisches Knowhow notwendig. 

Statt die Tätigkeit auf ein Spezialunternehmen auszulagern, bietet Pay-per-Part dem Kunden ein hoch effizientes nutzungsbasiertes Modell in dem ausschließlich gemessen an den produzierten Teilen auf der Maschine gezahlt wird. Eine hohe Anfangsinvestition gehört damit genauso der Vergangenheit an wie das Risiko der ineffizienten Maschinennutzung mit Stillständen und Ausfällen. Auch die Skalierung der Produktion könnte kaum einfacher sein, da weitere Maschinen jederzeit hinzugefügt werden können.

Pay-per-Part hilft also dabei, die Produktion effizienter zu machen und ist ein regelrechter Wachstumsmotor für das Geschäft der Kunden.

 

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