Potential vernetzter Signalleuchten und Schalter nutzen

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4 Minuten Lesezeit
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In Produktion und Logistik gibt es viele Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine – oftmals mit großem Optimierungspotenzial. RAFI und Device Insight bringen mit vernetzten Signalleuchten und Schaltern sowie einer smarten IoT-Lösung Transparenz in bis dahin isolierte, manuelle Abläufe.

Die Herausforderung: Intransparente manuelle Prozesse

In Fertigungs- und Logistikprozessen von heute ist immer noch viel Manpower gefragt. Neben automatisierten Robotern und Maschinen sind viele Menschen am Werk, ohne deren Eingreifen die Prozesskette reißen würde. Die Schwierigkeit vieler Industrieunternehmen ist es, genau diese manuellen Prozesse zu digitalisieren, zu optimieren und neue Technologien in bestehende komplexe Architekturen zu integrieren. Genau das hat HMI-Experte und EMS-Dienstleister RAFI als Herausforderung seiner Kunden erkannt und sich vom Komponenten-Anbieter zum smarten IoT-Lösungsgeber gemausert. Eine digitale Integration sollte so einfach herzustellen sein, dass Kunden wie Anlagen- und Maschinenbauer ohne Programmieraufwand oder IT-Kenntnisse und ohne größeres Eingreifen in bestehende manuelle Prozesse, diese optimieren können. Zudem sollen die neu gewonnenen Daten unter Beachtung von Security-Aspekten global zur Verfügung stehen und mehr Transparenz schaffen. 

Die Lösung: Software-as-a-Service als Plug & Play

Für dieses Vorhaben wandte sich RAFI an den erfahrenen IoT-Anbieter Device Insight, der bereits über 150 IoT-Projekte erfolgreich umsetzen konnte. In Zusammenarbeit mit Device Insight hat RAFI ein Produkt erarbeitet, das die Probleme und Herausforderungen seiner Kunden adressiert und löst. KIS.ME. Keep it simple, manage everything – hier ist der Name Programm. RAFIs Bediensysteme, Schalter und Signalleuchten werden primär für den Bereich Bedienen, Beobachten und Steuern von Anlagen, Maschinen und Prozessen verwendet und das in den unterschiedlichsten Branchen. Im Retrofitting-Ansatz wurde ein System erarbeitet, das ohne großen Installationsaufwand und Beratung anwendbar ist. 

Mithilfe der sogenannten KIS.BOX, einer dezentral platzierbaren Box mit Knöpfen, wird die Grundlage für die Konnektivität geschaffen. Die Box hat eine integrierte WLAN-Schnittstelle, um beliebige Befehle und Aktionen in die Cloud weiterleiten zu können. Um darüber hinaus Sensoren und Aktoren unkompliziert anzubinden, stehen digitale Ein- sowie Ausgänge zur Verfügung. Die (Farb-)Signalisierung sowie Datenerfassung erfolgt mittels dazugehöriger Signalleuchte KIS.LIGHT. Auch sie hat eine integrierte WLAN-Schnittstelle. Die digitalen Eingänge erfassen die Zustände von Maschinen und Anlagen und liefern Einblicke und Transparenz über Prozesse. Herzstück der Lösung ist der KIS.MANAGER – das flexibel konfigurierbare IoT-Portal powered by Device Insight. Mithilfe dieses Tools können alle Geräte verwaltet und gesteuert werden. Über eine Rule Engine können auf der Basis von Wenn-Dann-Oder-Regeln automatisierte Aktionen wie z. B. die farbig aufleuchtenden Alarme an den Arbeitsstationen oder der Versand von E-Mail-Benachrichtigungen getriggert werden. Außerdem werden digitale Zwillinge der physikalischen Geräte im Portal abgebildet, die in ihrer Gesamtheit einen umfassenden Überblick über alle Anlagen, Maschinen sowie vernetzte Prozesse liefern. 

Das Ergebnis: Manuelle Prozesse digital und vernetzt

Auf diese Weise wurde eine Software-as-a-Service-Lösung realisiert, die sich einfach und intuitiv wie ein Satellit neben bestehende Systemarchitekturen implementieren lässt. So konnten bereits viele Use Cases erfolgreich umgesetzt und Kunden glücklich gemacht werden:

In einem Use Case aus der Intralogistik wurden beispielsweise Taster vernetzt, um die Transportrufe und die damit verbundenen Prozesse zu optimieren. Durch KIS.ME werden Transporteure ab sofort per E-Mail oder via Signalleuchte informiert, sobald eine Aktion erforderlich wird. Arbeitsabläufe werden verbessert, Wege reduziert und nur noch abgegangen bzw. -gefahren, wenn es wirklich notwendig ist – Logistics on Demand. Ähnlich wie bei einem Anwendungsbeispiel aus dem Bereich Abfallmanagement. In diesem Use Case hat ein RAFI-Kunde in jedem Stockwerk eine KIS.BOX an den Müllabladeplätzen platziert und steuert somit den Müllabtransport. Abfallentleerungen erfolgen nur bei Bedarf, auch hier werden Wege und Zeit gespart.

Mittels simpler Produkte und smarter Vernetzung werden ganze Prozessketten digital abgebildet und die Performance an den Mensch-Maschine-Schnittstellen optimiert. Die Lösung von RAFI und Device Insight überzeugt durch Einfachheit in der Installation und Anwendung und ermöglicht es Industrieunternehmen, manuelle Abläufe schnell und einfach zu digitalisieren – mit einer intelligenten Kombination aus IoT-vernetzten Leuchten und Schaltern.

Für RAFI selbst ist aus der Zusammenarbeit mit Device Insight ein neues Geschäftsmodell entstanden – vom Hardware-Anbieter hin zum IIoT-basierten Lösungs- und Ideengeber

 
Link zur RAFI Case Study

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