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Wie datenbasierte Prozessoptimierung die Produktionsplanung von Dichtungen verbessert

IoT Use Case - Optalio + Berger S2B
7 Minuten Lesezeit
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Transparenz hält dicht

PRODUCTION.SUITE von Optalio sorgt für mehr Datentransparenz, schnellere und gezieltere Planung und verringert den Ressourcenverbrauch bei der Berger S2B GmbH.

Die Branche

BergerS2B - Plant

Vom Maschinen- und Anlagenbau über die Elektrotechnik bis hin zu Land- und Nutzfahrzeugen:

Die hier eingesetzten Dichtungen und Formteile sind unverzichtbar, den sie halten etwa Brems- oder Hydraulikflüssigkeiten dort, wo sie gebraucht werden.

Häufig handelt es sich um sehr individuell auf den Kunden zugeschnittene Lösungen, weshalb die Entwicklungs- wie auch die Produktionsprozesse von hoher Komplexität und Flexibilität bestimmt sind. Wie es Unternehmen gelingt, die vielseitigen Herausforderungen durch Prozessoptimierungen bestmöglich zu meistern, zeigt Optalio anhand eines Kundenprojekts.

So unterschiedlich Maschinen und Anlage sind, so verschieden sind auch die Bauteile, aus denen sie sich zusammensetzen. Denn neben Form und Funktion unterscheiden sie sich auch anhand der verwendeten Werkstoffe. Eine besondere Rolle im Bereich von Kleinteilen nehmen Dichtungen und Formteile ein. Von handelsüblichen Haushaltsgeräten bis hin zu einzigartigen Großanlagen: Erst passgenaue und langlebige Dichtungen sorgen für einen sicheren und sorgenfreien Betrieb.

Der Kunde

Mit über 90 Jahren Erfahrung gehört die Berger S2B GmbH zu den bundesweiten Experten in Sachen Produktion und Handel mit technischen Polymerprodukten und Dichtungen.

Das 1930 in Mannheim als Karl Berger & Co. gegründete Unternehmen hat sein Produkt- und Service-Portfolio durch die Jahre hindurch kontinuierlich ausgebaut: vom anfänglichen Lieferanten von Riemen und Dichtungen aus Leder und Pappe zu einem Spezialisten für Formteile, Flachdichtungen, Profile, Krümmer und vielem mehr.

Eine der Kernkompetenzen des OEM-Lieferanten (Original Equipment Manufacturer) ist die Entwicklung, Herstellung und die weltweite Lieferung von Serienteilen, u. a. nach Brasilien, in die USA und Asien.

Hinzu kommt ebenso die Neuentwicklung von Materialien mit Polymer-Sondermischungen, um besonderen Anforderungen etwa im Bereich New Mobility und dem Einsatz von Wasserstoff gerecht zu werden.

Zum Leistungsspektrum, das auch der Namenszusatz S2B (Solutions and Services to Business) verdeutlicht, gehören ebenfalls verschiedene Services: darunter das eigens entwickelte DichTecâ-Konzept zur Optimierung von Unternehmensabläufen sowie die individuelle Beratung zur Neuentwicklung von Produkten inklusive der zeitnahen Lieferung von ersten Prototypen via 3D-Druck. Das seit der Gründung in Mannheim beheimatete Unternehmen entwickelt und liefert Lösungen für Kunden aus ganz unterschiedlichen Branchen.

Dazu zählen etwa die Land- und Baumaschinen- sowie die Transport- und Nutzfahrzeug-Industrie, der Maschinen- und Anlagenbau, der umfassende Mobility-Bereich wie im Speziellen die Speicher- und die Elektrotechnik.

"Sich nicht zufrieden zu geben, sondern kontinuierlich an Neuem und der Weiterentwicklung von Prozessen zu feilen – das sind unsere täglichen Aufgaben“, so Simon Treiber, Geschäftsführer und Gesellschafter der Berger S2B GmbH.

"Dazu gehört auch, die ganze Bandbreite der Digitalisierung zu nutzen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die richtigen Tools an die Hand zu geben. Nur so können wir ihnen umständliche Aufgaben abnehmen, damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: die Herstellung von qualitativ hochwertigen Produkten. In dem Zusammenhang haben wir uns auch schon länger mit der Automatisierung der Produktionsplanung beschäftigt – und sind dann in Kontakt mit der Optalio GmbH gekommen."

Ein zweites Anforderungsprofil

„Wir haben sehr schnell erkannt, dass wir auf einer Wellenlänge sind“, erinnert sich Alfonso Sica, Projektverantwortlicher und Produktionsmitarbeiter bei Berger S2B.

„In einer hochspezialisierten Branche wie unserer spüren auch wir den Fachkräftemangel und wissen daher, wie wichtig es ist, die Kolleginnen und Kollegen bei der Einführung neuer Technologien mitzunehmen. Wir möchten daher sichergehen, ihnen eine Lösung bereitzustellen, die leicht bedienbar und intuitiv verständlich ist. Schließlich soll sie die Arbeit wirklich erleichtern. Genau dieses Verständnis herrscht auch bei Optalio. Das haben sie uns bei der Vorstellung ihrer PRODUCTION.SUITE klar vermittelt.“

Während der Konsolidierungsgespräche bestimmten die Optalio-Experten gemeinsam mit dem Kunden zunächst die Pain Points der Produktion, um festzuhalten, welche Herausforderungen die neue Lösung erfüllen sollte. Dazu zählte neben der einfachen Bedienung und Übersicht auch der Mix aus Großserienfertigung oder schneller Einzelfertigung.

Letztere stellt sehr kundenindividuelle Anforderungen. So beinhalten kurzfristige Aufträge häufig Sonderwünsche bezüglich der Form und dem Material von Dichtungen, was weitreichende Flexibilität bei der Produktionsplanung erfordert, um qualitativ hochwertige Produkte auch zeitnah liefern zu können. In Kombination mit den üblichen Planungsunsicherheiten – beispielsweise Personal- oder Materialengpässe – führt das immer wieder zu Lücken etwa in Form unausgelasteter Maschinen oder Arbeitsstationen. So entstanden in der Vergangenheit Opportunitätskosten, die aufgrund der komplizierten analogen Planung unvermeidlich waren.

Anbindung der Produktionsdaten

Um die PRODUCTION.SUITE an die IT-Infrastruktur von Berger S2B anzuschließen, waren zunächst ein paar kleine Anpassungen notwendig. Da die Lösung von Optalio in diesem Fall über das Modell Software-as-a-Service (SaaS) läuft und demnach aus einer sicheren Cloud bezogen wird, kamen einige neue Schnittstellen hinzu. Zudem wurden zusätzliche VPN-Verbindungen (Virtual Private Network) eingerichtet, um das Sicherheitsniveau beim Anschluss des Firmennetzes an die Cloud noch weiter zu erhöhen.

Dank des aktiven Supports durch Optalio und Partnerunternehmen aus dem digitalen Eco-System der Datenspezialisten verlief die Anpassung der IT-Infrastruktur reibungslos – und auch das dazu notwendige Investment blieb überschaubar.

Seit der Live-Schaltung der Lösung werden unter anderem Daten zur Produktionsplanung aus ERP-, Archiv- und SQL-Datenbanksystemen erhoben, synchronisiert, konsolidiert und schließlich durch die proprietäre KI von Optalio analysiert. Auch die Zeit-Erfassung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fließt in die Analyse mit ein. Sie soll im späteren Verlauf dazu dienen, durch die umfassendere Übersicht der Tätigkeiten ein besseres Gespür für die eigene Arbeit zu erhalten. So kann die Belegschaft leichter in Eigenregie ihre Effizienz erhöhen, die Wertschöpfung steigern und dabei den eigenen individuellen Anteil daran schneller und einfacher erkennen. Das hilft den Angestellten, sich noch besser mit den eigenen Aufgaben zu identifizieren, und erhöht die Motivation.

Vom Ist-Zustand zum Blick in die Zukunft

Aktuell finden vor Ort im Werk in Mannheim Schulungen im Umgang mit der PRODUCTION.SUITE statt. „Durch die übersichtliche Darstellung der Dashboards lässt sich sofort erkennen, wo es im Produktionsprozess hakt“, so Alfonso Sica. „Das gleiche gilt für Anpassungen, die sich unmittelbar über die Lösung durchführen lassen, und es wird direkt angezeigt, welche Auswirkungen sie haben. Das hilft natürlich auch beim Training der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weil bereits der Einstieg als sehr intuitiv empfunden wird, war das Feedback bislang durchweg positiv.“

Optalio + BergerS2B - Analytics

„Wir können schon jetzt sagen, dass wir dank der deutlich höheren Transparenz, die wir durch die Analyse der Daten erhalten, in Zukunft besser auf unvorhergesehene Ereignisse wie Krankheitsfälle oder Lieferengpässe reagieren können“, sagt Simon Treiber. „Vor der Einführung haben wir im Schnitt zehn bis 15 Stunden pro Woche für die Einplanung, die Steuerung und die Pflege von Beständen aus den Aufträgen heraus aufwänden müssen.

Wie Optalio geholfen hat

Nach den Erfahrungen von Optalio und unserem bisher erlangten Eindruck rechnen wir mit einer Einsparung von 70 bis 75 Prozent der Zeit – im besten Falle sogar mit bis zu 80 Prozent.“

Das Unternehmen geht außerdem davon aus, dass sich die effizientere Planung auch auf das Materialmanagement positiv auswirkt.

Optalio + BergerS2B - Advantages

Denn je genauer die Produktionsleitung Auftragsanforderungen mit den vorliegenden Arbeitsressourcen in Einklang bringt, desto besser lässt sich bereits im Vorfeld die Menge an Polymerresten prognostizieren, um sie gezielt wiederzuverwenden. Das zahlt nicht nur positiv auf die Kostenseite und damit die Wettbewerbsfähigkeit ein. Auch gelingt es so den Materialaufwand zu verringern und damit einen wichtigen Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit zu leisten.

Gemeinsam den Unterschied machen

Für den Geschäftsführer sind die gute Zusammenarbeit mit Optalio und die sich bereits abzeichnenden Ergebnisse Gründe, um über weitere Schritte nachzudenken: „Wir haben uns stets bestens abgeholt gefühlt – vom ersten Kennenlernen über die Implementierung bis hin zur Schulung. Alles lief immer sehr konstruktiv und unsere Wünsche wurden genauestens dokumentiert, wodurch jede Entscheidung am Punkt war. Wir planen daher bereits für Ende 2024 die Einführung der MONITORING.SUITE von Optalio, um auch die Daten unserer Maschinen zu analysieren und die Produktion weiter zu optimieren“, so das Fazit von Simon Treiber.

Optalio & BergerS2B Team

Text vom Original übernommen – Optalio 

In Anwendung

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