Intelligente Bestandsmanagementsysteme ersetzen manuelle Bestandsführung

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Der Aufwand für die Bestandsführung von C-Teilen wie Versandverpackungen ist vergleichsweise hoch: Die Unternehmen benötigen Lagerplatz und Mitarbeiter für die Bestandsführung. Mit dem Industrial IoT sind automatische Bestandssysteme möglich, die einen Materialbedarf durch Sensorik erkennen. 

Die Herausforderung: Material belegt Lagerplatz und muss manuell beschafft werden

In der Logistikbranche heißt es C-Teile-Dilemma: Auf das eigentliche Verpackungsmaterial entfallen nur 20 Prozent der Gesamtkosten. Die restlichen 80 Prozent sind Prozesskosten für Arbeitszeit, Handhabung, Beschaffung, Lager, Versand und der Ausgleich von Transportschäden. Außerdem belegt das Verpackungsmaterial einen wesentlichen Teil des Lagerplatzes, der für Waren gedacht ist.  

 

Der Verpackungsspezialist Just Pack GmbH ist ein erfahrener Systempartner für Verpackungsmaterialien. Er nutzt unter anderem das aus der Industrie bekannte System Kanban Pack +. Damit wird eine bedarfsorientierte Lagerhaltung gewährleistet. Ein Durchlaufsystem sorgt für ständig volle Regale an den Lager- und Arbeitsplätzen. Als Dienstleister übernimmt Just Pack die manuelle Bestandsüberwachung seiner Kunden und füllt die Bestände bei Bedarf regelmäßig auf. 

 

Diese Vorgehensweise des Servicepartners ist effizient, kann aber noch optimiert werden – mit einer automatischen Bestandsüberwachung und -steuerung. Mit dieser werden die Zulieferungen präziser, da der Fehlbestand nicht erst vor Ort überprüft oder gezählt werden muss. Zudem sinkt der manuelle Aufwand und Leerfahrten werden zugunsten der Nachhaltigkeit minimiert. Der Sensor- und Automatisierungsspezialist Balluff hat ein digitales Bestandsmanagementsystem entwickelt, das Just Pack nun als Teil eines neuen Service nutzt.  

Die Lösung: Ein System zur Digitalisierung der Bestandsüberwachung und -steuerung

Das Smart-Reordering-System (SRS) von Balluff ersetzt herkömmliche Pull-Ansätze, bei denen die Nutzer erst dann Material nachbestellen, wenn Bedarf besteht, oder die Bestandsmenge sogar schon unter einem kritischen Wert liegt. Das SRS ermöglicht ein intelligentes und dynamisches Push-System, bei dem Bestände automatisch ermittelt und nachbestellt werden. Es kann vollständig automatisch als Kanban-System arbeiten oder bereits bestehende Systeme ergänzen. 

 

Just Pack verfolgt mit dem Einsatz des Smart-Reordering-Systems in ihrem e-Kanban System das Prinzip des Vendor-Managed-Stock. Dafür bringt Just Pack an den Materialplätzen seiner Kunden jeweils einen batteriebetriebenen Sensor an. Mithilfe der Sensor-Messwerte und der in der Cloud-Applikation gewählten Grenzwerte wird automatisch ermittelt, wann die Materialvorräte zur Neige gehen. Über eine drahtlose Funkverbindung sind alle Sensoren pro Shopfloor oder Lager mit einem Gateway verbunden, dass sich wahlweise per LTE oder Ethernet (internes LAN) mit dem Industrial IoT verbindet. Die Cloud-Applikation nimmt alle Bestandsdaten entgegen und wertet sie aus. 

 

Die Applikation umfasst ein eigenes Dashboard, in dem die Nutzer alle aktuellen Bestände jederzeit grafisch aufbereitet sehen können. Um den Bestand clever zu steuern, können Schwellwerte definiert werden. Sobald ein kritischer Wert überschritten wird, erhält Just Pack eine Nachricht. Just Pack liefert die fehlenden Verpackungsmaterialien nach und befüllt die Packplätze und Regale. Das System eignet sich grundsätzlich auch für andere Produkte als Verpackungsmaterialien und kann beispielsweise auch an Durchlaufregalen eingesetzt werden. 

Das Ergebnis: Automatische Überwachung und Nachbestellung von Material

Das Smart-Reordering-System überwacht Bestände einfach, dynamisch und voll automatisch. Die Sensorik kann die Füllhöhe von Regalfächern und Lagercontainern automatisch ermitteln, sodass – anders als bei herkömmlichen Kanban-Regalen – kein Scanvorgang mehr nötig ist. Durch den kabellosen Sensor ist das System in nahezu allen Einsatzbereichen nutzbar. Die Cloud-Plattform ermöglicht eine ortsunabhängige Verwaltung und das Gesamtsystem greift nicht in die vorhandene IT-Landschaft ein. Durch die einfachen Schnittstellen kann es also auch gemeinsam mit anderen Lösungen zum Beschaffungsmanagement benutzt werden – auch eine Anbindung an existierende ERP-Systeme ist möglich.

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