Smarte IoT-Funktionen für Gerätepark

node-divider
4 Minuten Lesezeit
Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Email
4 Minuten Lesezeit
Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Email

Eine effizientere Geräte- und Maschinenwartung sowie neue datengetriebene Geschäftsmodelle ermöglicht das IoT auch in der Gastronomie und in Großküchen. Hobart ist ein Hersteller von Profi-Küchengeräten. Seine Geräte sind mit einer globalen Konnektivitätsplattform verbunden, die Maschinensteuerung sowie Überwachung ermöglicht.

Die Herausforderung: Besserer Einblick in die Statusdaten von Küchenmaschinen

Öfen, Kühl- und Eisschränke oder Spülmaschinen in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sind leistungsfähig und laufen rund um die Uhr. Das zum Mischkonzern ITW (Illinois Tool Works) gehörende, international tätige Unternehmen Hobart aus Offenburg liefert Profigeräte, die bereits viele smarte Funktionen besitzen. Beispiele sind die Überwachung der Hygiene und Mitteilungen, wann eine Maschinenreinigung ansteht. Vor allem in größeren Gastrobetrieben, Kantinen sowie Großküchen in Krankenhäusern und Pflegeheimen existiert ein großer Gerätepark. Die Mitarbeiter bedienen und überwachen eine Vielzahl unterschiedlicher Küchenmaschinen. Deshalb wünschen sich viele Nutzer einen besseren Überblick über den aktuellen Status der Geräte, über mögliche Fehlfunktionen und frühzeitige Erinnerungen an Wartungsprozesse. Hobart suchte einen Weg, die smarten Funktionen mit einer neuen, globalen Konnektivitätsplattform zu verbinden, die alle Geräte des ITW Food Equipment Portfolios umfasst. Dafür müssen unterschiedliche Maschinendaten aus verschiedenen Maschinensteuerungen und Datenübertragungswegen zusammengeführt werden, denn Öfen liefern andere Daten als Spülmaschinen oder Kühlgeräte.

Die Lösung: Vernetzung der Küchenmaschinen mit einer Cloud-Anwendung

Für die initiale Beratung über die Einsatzbereiche des Industrial IoT und die spätere Umsetzung des Vernetzungsprojektes arbeitete Hobart mit der Materna Information & Communications SE zusammen. Der IT-Dienstleister empfahl dem Unternehmen eine übergreifende Nutzung der Daten aus allen Gerätekategorien. Dies bietet die Chance, zusätzliche Kundenservices zu realisieren.

Die Küchenmaschinen besitzen bereits ab Werk verschiedene Sensoren, die laufend den Betriebszustand überwachen. Die neue Lösung übermittelt diese Daten mit einem Netzwerk-Gateway in den Geräten über das WLAN des Betreibers an die Cloud-Anwendung. Sie verarbeitet Daten von Küchengroßgeräten des Unternehmens weltweit. Dafür werden die Maschinendaten in einer Microsoft Azure-basierten Cloud-Anwendung gespeichert. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über Webapps und Mobilapps für iOS und Android.

Die Anwendung übermittelt Zustandsdaten und Fehlermeldungen zu den Geräten, informiert aber auch über den Verbrauch von Strom, Wasser und Reinigungsmitteln sowie zu den laufenden Kosten. Diese Daten eröffnen den Betreibern die Chance langfristiger Analysen, um langfristig nachhaltiger agieren zu können. Ergänzend liefert die App Anleitungen zur Fehlerbehebung: Tritt bei einer Maschine ein Problem auf, präsentiert die Software dem Bediener leicht verständliche Bilder, die die Schritte zur Fehlerbehebung zeigen.

 

Das Ergebnis: Statusinformationen und Potenzial für weitere Services

Die Betreiber erhalten Daten zur Geräteauslastung sowie statistische Auswertungen zur Nutzung – beispielsweise, welche Programme in Geschirrspülmaschinen häufig eingesetzt werden. Auf diese Weise können die Betreiber zum Beispiel die Wartungszyklen effizienter planen und Verbrauchsmaterialien gezielter bevorraten. Sollte es zu Störungen kommen, gibt es automatische Fehlermeldungen sowie über die App eine direkte Kontaktmöglichkeit zu einem Servicepartner. Komfortabel für Gastronomiebetriebe ist der automatische Nachweis über die Einhaltung der Hygienevorschriften per Hygiene-Check und Protokoll der Maschinen.

Für Hobart bietet die IIoT-Lösung zusätzliche Möglichkeiten, Kunden mit neuen Leistungen zu gewinnen. Dazu gehören Business Analytics, Risikoanalysen und elektronische Hygieneüberwachung der Prozesse und Geräte. Zusätzlich bietet die Anwendung einen Überblick über die Gesamtkosten (TCO). In Zukunft soll sie über die Analyse der Daten Predictive Maintenance bieten, also die vorausschauende Wartung anhand des Gerätestatus. Dadurch werden regelmäßige Wartungsintervalle entfallen: Das Gerät wird nur bei Bedarf, vor Eintreten einer Störung gewartet. Darüber hinaus erleichtert die Mobilapp die schnelle Konfiguration der Maschinen.

 

In Anwendung

NEWSLETTER

Jetzt unser IoT Use Case Update erhalten

node-divider

Erhalten Sie kostenlos das monatliche Update zu spannenden Use Cases, aktuellen Podcastfolgen und News aus unserer IoT-Community.