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Cloud-basierte Lieferkettenüberwachung in Nigeria

4 Minuten Lesezeit
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Mithilfe eines konsequenten Supply Chain Monitorings lassen sich Engpässe, beispielsweise in der Materialbeschaffung oder Energieversorgung, frühzeitig vorhersehen, sodass rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Gerade an Produktionsstandorten mit wenig ausgebauter Infrastruktur fehlt es jedoch oft noch an entsprechenden digitalen Lösungen. Die Schildknecht AG ist als IoT-Systemintegrator darauf spezialisiert, kostengünstige, intelligente Überwachungssysteme auf M2M-Basis zu realisieren. Ein Beispiel aus Nigeria zeigt, wie produzierende Unternehmen mit einfachen Maßnahmen ihre Lieferkette stabilisieren können.

Die Herausforderung: Digitalisiertes Monitoring zur frühzeitigen Anomalie-Erkennung

Die Covid-19-Pandemie hat die globalen Lieferketten in den letzten drei Jahren erheblich aus dem Takt gebracht. Welche Auswirkungen Engpässe oder Produktionsprobleme am Anfang einer Lieferkette beispielsweise in Asien haben können, haben wir als Endkunden bis in den Einzelhandel in Deutschland zu spüren bekommen. Das Thema Lieferkettenmanagement ist daher in letzter Zeit für viele produzierende Unternehmen stärker in den Fokus gerückt. Probleme bereiten an vielen Stellen die bislang ausgebliebene Digitalisierung: Wo notwendige Daten nicht erfasst und gesammelt werden, können auch Engpässe oder Verluste nicht bzw. nicht rechtzeitig erkannt werden.

Ein konkretes Beispiel ist der Fall eines Kraftstoffdiebstahls bei einem der größten Getränkehersteller an einem Produktionsstandort in Nigeria: Mitarbeiter stellt eines Morgens fest, dass 100 Liter Diesel aus einem Treibstofftank gestohlen worden war. Aufgrund fehlender Füllstands- und Durchflussinformationen konnte nicht ermittelt werden, wann und von welchem Kunden die 100 Liter entwendet wurden.

Der Getränkehersteller beauftragte daher einen Systemintegrator, einen sensorbasierten Tank Level Monitor zu installieren, um Daten wie Füllstand und Durchfluss in Echtzeit erfassen und aufzeichnen zu können. Die Lösung sollte darüber hinaus aber u. a. auch den Verbrauch je Kunden direkt kalkulieren und abrechnen können. Für die Realisierung dieses Lieferkettenmonitorings setzte der Systemintegrator auf mobilfunkbasierte IoT-Technik der deutschen Schildknecht AG.

Die Lösung: Plug-and-play-System mit preiswerter Mobilfunkanbindung

Schildknecht Industrie Elektronik wurde 1981 von Thomas Schildknecht als Ingenieurbüro in Murr (Baden-Württemberg) gegründet. Die Schildknecht AG ist noch heute ein familiengeführter IoT-Systemanbieter und verfügt inzwischen über mehr als 40 Jahre Erfahrung rund um Datenfunk-Technologien. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Fernwartung, Telemetrie, M2M-Lösungen sowie Condition Monitoring. Insgesamt hat Schildknecht bereits über 500 IoT-Projekte auf der ganzen Welt umgesetzt – und entsprechendes Know-how angesammelt.

Die gerätetechnische Basis bildet der Mobilfunk-Gateway der Serie DATAEAGLE 7000. Dieser verfügt über eine integrierte und global einsatzfähige eSIM zum kostengünstigen Einheitstarif zusammen mit der Device Cloud DATAEAGLE Portal. Das Gateway von Schildknecht bildet im IIoT-Use-Case beim Getränkehersteller in Nigeria die Schnittstelle zwischen der Automatisierungstechnik und Sensorik auf der einen Seite und der Device Cloud auf der anderen Seite.

Konkret werden bei dem Getränkehersteller an unterschiedlichen Standorten über Sensoren Werte erfasst und über das Modbus/RTU-Kommunikationsprotokoll ins Edge Gateway von Schildknecht übertragen. Dieses IOT-Gateway überträgt die Daten anschließend per gesicherter Mobilfunk-Verbindung in die Device Cloud. Mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Datenübertragung bleiben die Anwenderdaten dabei stets sicher und zu jeder Zeit unter Kontrolle.

Die Geräte liefert Schildknecht vorkonfiguriert und für jeden Mobilfunkbetreiber weltweit einsatzbereit als Plug-and-Play-Lösung. Die Kosten für die Datenübertragung sind – egal ob in Nigeria, in den USA oder in Deutschland – immer gleich. Der entscheidende Vorteil: Auch in Regionen auf der Welt, in denen die entsprechenden Infrastrukturen nur mäßig oder gar nicht ausgebaut sind, muss sich der Anwender oder die Anwenderin am Einsatzort keine Gedanken über vorhanden WLAN-Verbindungen oder Mobilfunk-Tarife machen.

Sobald die erfassten Daten im DATAEAGLE-Portal vorliegen, können sie umfassend verarbeitet und analysiert werden. So kann beispielsweise der monatliche oder tägliche Verbrauch berechnet oder bei bestimmten (niedrigen) Füllständen eine Warnung ausgegeben werden. Über eine API-Schnittstelle lassen sich zudem weitere Systeme, wie beispielsweise ein ERP-System, anbinden und die Daten, wenn gewünscht, weitergeben.

Das Ergebnis: Intelligenter Tank Level Monitor spart Kosten und Personalaufwand

Der Getränkehersteller in Nigeria – bzw. der Systemintegrator des Tank Level Monitorings – hat dank des IoT-Systems von Schildknecht eine Lösung erhalten, die hilft, automatisiert Anomalien, wie Diebstahl oder Leckagen frühzeitig zu identifizieren. Regelmäßige manuelle Kontrollen sind oft mit hohen Personal- und Anfahrtskosten verbunden. In manchen Fällen, beispielsweise an schwer erreichbaren bzw. abgelegenen Orten, sind sie teilweise wirtschaftlich kaum praktikabel. Mithilfe der IoT-Lösung können sie eingespart werden. Zudem werden Fehlerquellen durch menschliches Versagen, beispielsweise Ungenauigkeiten beim Messen oder Ablesen, ausgeschlossen.

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